An der Autobahn 7

Geplanter neuer Autohof an der A7 bei Bockenem: Neuigkeiten zum Großprojekt

Bockenem - 104 Lastwagenstellplätze und ein großes Serviceangebot mit 60 bis 80 neuen Arbeitsplätzen – der geplante Autohof ist ein Großprojekt. Nach Verzögerungen ist nun die letzte Hürde aus dem Weg geräumt: Das ist der aktuelle Stand.

Sobald es das Wetter zulässt, sollen auf diesem Areal bei Bockenem die Erdarbeiten beginnen. Foto: Michael Vollmer

Bockenem - Die letzte Hürde ist ausgeräumt, nun kann der Bau des neuen Autohofes an der Autobahn-Anschlussstelle in Bockenem beginnen. Die Nanz-Gruppe aus Stuttgart hatte lange auf den Förderbescheid für 104 neue Lastwagen-Stellplätze gewartet. Jetzt gibt es gute Nachrichten vom Investor zum geplanten Millionenprojekt an der A 7: „Der Förderbescheid ist eingegangen“, berichtet der Projektleiter Autohöfe, Thorsten Neumann, auf Anfrage dieser Zeitung. Für die Wirtschaftlichkeit sei es nötig gewesen, die in Aussicht gestellten Fördermittel tatsächlich zu erhalten. „Wir konnten ohne die Zusage nicht beginnen“, sagt Neumann. „Bei einem vorzeitigen Start hätten wir als Konsequenz keinen Euro erhalten.“ Dabei ging es um einen Betrag in siebenstelliger Höhe.

Bagger können wohl im März anrollen

Die ersten Bauarbeiten zur Erschließung des Areals sollen nun so bald wie möglich beginnen. „Das hängt natürlich auch vom Wetter ab“, betont Neumann. Er kann sich gut vorstellen, dass die Bagger im März anrollen. Er rechnet mit der Eröffnung des Autohofes Ende 2027 oder im Frühjahr 2028.

Mitte 2023 nahmen die Investoren den ersten Autohof dieser Art an der A 7 in Evendorf in Betrieb. Nach eigener Darstellung ist es eine der modernsten Rastanlagen in Europa. Der künftige Break-Autohof im Ambergau steht als Projekt Nummer zwei auf der Liste. „Wir haben für Bockenem das Konzept noch einmal überarbeitet und Fehler, die in Evendorf gemacht wurden, in den neuen Plänen beseitigt“, hatte Neumann bereits vor einiger Zeit mitgeteilt. Mit den großzügig dimensionierten Anlagen will die Nanz-Gruppe neue Akzente für die Besucherinnen und Besucher setzen – ob es nun um Burger und Co. oder eine große Auswahl an Speisen im Familienrestaurant geht.

Hotel mit 80 Zimmern

Die Nanz-Gruppe schließt mit zwei Partnern Verträge ab: mit dem Betreiber des Autohofes und mit der Hotelkette Holiday Inn Express, die wie in der Nordheide Reisenden eine Übernachtungsmöglichkeit in einem von insgesamt 80 Zimmern anbietet.

Eine Spielhalle wird es entgegen früherer Überlegungen nicht geben. In dem dafür vorgesehenen Bereich entsteht eine Trucker-Lounge, in der sich die Fernfahrer aufhalten können.

Die Nanz-Gruppe investiert in das gesamte Vorhaben eine zweistellige Millionensumme im mittleren Bereich. Etwa 60 bis 80 Arbeitsplätze entstehen rund um den Autohof. Fernfahrer haben die Möglichkeit, ihren Lastwagen auf einem durch einen Wall und einen Zaun gesicherten Bereich abzustellen. Für Autos stehen 94 Parkplätze bereit. Diverse Ladesäulen für E-Fahrzeuge fehlen auf dem Gelände ebenfalls nicht. Eine Drive-in-Spur sorgt dafür, dass niemand das Fahrzeug verlassen muss, um seine Fast-Food-Bestellung aufzugeben.

Von Michael Vollmer

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