Ehrung in Heinde

Gerd Meyer aus Heinde mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet

Heinde - Seit Jahrzehnten engagiert sich der heute 71-Jährige für Kirche und Heimat. Dafür hat ihm der Hildesheimer Landrat den Orden überreicht.

Hohe Ehre: Gerhard Meyer ist mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden. Foto: Manuela Konrad-Nöhren

Heinde - Nun gehört Gerhard Meyer auch zu den 270000 Auserwählten, die vom jeweiligen Bundespräsidenten mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet hat. Landrat Olaf Levonen hat sie dem Heinder in Vertretung im kleinen Kreis überreicht.

Vier in Bad Salzdetfurth sind Träger des Ordens

Als 1951 der damalige Bundespräsident Theodor Heuss den Verdienstorden gestiftet hat, wollte er Menschen ehren, die sich besonders für die Allgemeinheit einsetzen. Das trifft auch auf Gerd Meyer zu. In Bad Salzdetfurth gibt es erst vier Geehrte, die mit der seltenen Medaille ausgezeichnet wurden.

Ohne Gerd Meyer geht kaum etwas in seinem Heimatort. Dementsprechend lang ist die Liste seines ehrenamtlichen Engagements und alle Laudatoren sind sich einig: „Wenn nicht du, wer sonst hat diese Auszeichnung verdient“, fasst es Heindes ehemalige Pastorin Sabrina Wascholowski zusammen.

Kirchensanierung unter seiner Regie

Seit mehr 30 Jahren ist er der Kirche in verantwortlicher Position eng verbunden und seit 2011 gestaltet er als Vorsitzender die Geschicke der Kirchengemeinde mit. Unter seiner Regie wurde die Kirche saniert, und er hat auch die Kirchenfusion mit Lechstedt vorangebracht. Zudem engagiert er sich überregional in der Kirchenarbeit als Vorsitzender der Regionalen Arbeitsgemeinschaft, ein Zusammenschluss der Kirchenvorsteher der Kirchengemeinden Bad Salzdetfurths.

„Seinem“ Heimatverein hält er seit 40 Jahren die Treue, davon 34 Jahre als Vorsitzender. Unter anderem hat er schon vor vielen, vielen Jahren die Nikolausfeier ins Leben gerufen – auch für seine Töchter. Inzwischen hat er zwei Enkelkinder, die sich auch noch gern auf den Nikolaus beim Heimatverein freuen. Daneben sind die traditionellen Mai- und Herbstwanderungen und die Gemeindefahrten ohne Gerd Meyer kaum vorstellbar.

Kontakt zu Postkollegen

Doch nicht nur in seiner Freizeit ist Meyer ein Tausendsassa. Landtagsabgeordneter Markus Brinkmann, sein ehemaliger Kollege bei der Bundespost, berichtet, dass der 71-Jährige zum einen immer für seine Kollegen eingesetzt hat, aber auch „hier“ gerufen hat, wenn niemand für einen Posten zu finden war. So war er Gewerkschafter und hat viele Jahre die Kasse geführt und die Sozialbetreuung übernommen. Außerdem hat er seine Kollegen ehrenamtlich bei der Einkommensteuer beraten. Natürlich pflegt Gerd Meyer auch noch nach über 30 Jahren eine Postlerpartnerschaft mit Kollegen in Angoulême, wie sein Freund und Weggefährte Klaus Reyelt berichtet.

 

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