9. Spieltag

Giesen schlägt Angstgegner Alfeld und Ochtersum in Torlaune

Hildesheim - Knappe Siege für Hasde und Borsum, Himmelsthür kann doch noch gewinnen und Newroz bleibt weiter ungeschlagen.

Der Giesen-Kapitän Pascal Rössig (rechts) klärt den Ball vor Alfelder Jan-Mika Bartetzko (Mitte). Foto: Daniel Horst

Hildesheim - Am 9. Spieltag der Bezirksliga hat der TSV Giesen die Tabellenführung verteidigt. Ochtersum zeigte sich gegen Drispenstedt in Torlaune und ist jetzt Zweiter.

MTV Almstedt – SC Harsum 2:2 (1:1).Der SC Harsum erwischte den besseren Start und ging in der 21. Minute in Führung. Nach Zuspiel von Mika Weiser traf Felix Lassan aus spitzem Winkel zum 0:1. Almstedt kam anschließend besser ins Spiel und glich in der 30. Minute per Strafstoß aus. Zuvor war Frerk Bode gefoult worden, Dejan Radovic verwandelte den Elfmeter. Kurz darauf hatte Bode selbst die Möglichkeit zur Führung, setzte den Ball aber neben das Tor. Nach dem Seitenwechsel drehte Almstedt die Partie. Nach einem Steilpass auf Tjark Marahrens legte dieser den Ball quer auf Radovic, der zum 2:1 traf. Harsum fand danach wieder besser ins Spiel und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten. Der eingewechselte Noel David Klann verpasste zunächst den Ausgleich. In der 68. Minute gelang dieser dann Conrad Rother nach einem Querpass von Philipp Weiß. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weitere Tore fielen jedoch nicht mehr. Damit teilten sich beide Mannschaften die Punkte. Harsum blieb zugleich im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Zuschauer: 100

BW Salzhemmendorf – SV Newroz Hildesheim 1:3 (1:2).Der SV Newroz Hildesheim erwischte einen starken Start und ging in Salzhemmendorf innerhalb von zwei Minuten mit 2:0 in Führung. In der 15. Minute senkte sich ein Freistoß von Luis Hein aus rund 30 Metern hinter dem Salzhemmendorfer Torhüter zum 0:1 ins Netz. Nur eine Minute später erhöhte Özcan Duygu, der am zweiten Pfosten nach einer Hereingabe von Leon Slodczyk frei zum Kopfball kam. Die Gastgeber zeigten sich vom frühen Rückstand unbeeindruckt und verkürzten in der 30. Minute. Marvin Lipke setzte Louis-Philipp Herrmann in Szene, der zum 1:2 traf. Nach der Pause blieb die Begegnung zunächst offen, Newroz hatte jedoch über weite Strecken mehr Kontrolle. Salzhemmendorf versuchte weiterhin, zum Ausgleich zu kommen. In der 71. Minute wurde die Aufgabe für die Gastgeber schwieriger, als ein Spieler nach einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte sah. In Überzahl konnte Newroz die Partie schließlich entscheiden. Abdulmalik Abdul traf in der 79. Minute zum 1:3. Dabei blieb es, sodass die Hildesheimer ihren Auswärtssieg unter Dach und Fach brachten und weiterhin ungeschlagen bleiben.

SCM Bodenwerder - TuS Hasede 1:2 (0:0).Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau. Hasede präsentierte sich extrem gut organisiert und machte früh Druck, während auch die Hausherren gut in der Begegnung waren. Allerdings verbuchte Bodenwerder vor der Pause die klareren und hochkarätigeren Möglichkeiten. Die beste Gelegenheiten zur Führung vergab Tresor Nibizi, der im Eins-gegen-Eins am Gästekeeper scheiterte. Zudem verhinderte ein Lattentreffer der Gastgeber die Pausenführung, sodass es torlos in die Kabinen ging. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste jedoch einen Traumstart und zeigten sich vor dem Tor extrem kaltblütig. Erst sorgte Björn Karkoß mit einem sehenswerten Distanzschuss für die 0:1-Führung (52.), ehe er nur kurz darauf den Doppelpack schnürte. Die Hintermannschaft von Bodenwerder bekam den Ball nicht entscheidend geklärt, woraufhin Karkoß zur Stelle war und auf 0:2 stellte (62.). Bodenwerder steckte keineswegs auf und kämpfte sich durch Mert Yilmaz, der zum 1:2 verkürzte (65.), wieder heran. In der Schlussphase warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne und drängten vehement auf den Ausgleich. Doch das Glück war an diesem Tag nicht auf der Seite der Gastgeber. Neben einem weiteren Lattentreffer ließ Bodenwerder noch zwei hochkarätige Chancen ungenutzt. Ein weiterer Treffer sollte nicht mehr fallen, sodass der TuS Hasede den knappen Vorsprung über die Zeit rettete.

TuSpo Schliekum - TuS GW Himmelsthür 1:3 (1:2).Der TuS GW Himmelsthür hat nach zuvor fünf Liganiederlagen in Folge den ersehnten Befreiungsschlag gelandet und beim TuSpo Schliekum einen verdienten Auswärtserfolg gefeiert. Die Hausherren hatten über weite Strecken der ersten Halbzeit zwar mehr vom Spiel, schafften es jedoch kaum, vor dem gegnerischen Gehäuse wirklich gefährlich zu werden. Die Gäste zeigten sich dagegen extrem effizient und nutzten direkt ihre erste Gelegenheit. Alex Pastrick bediente Jan-Luca Hoppe mit einem feinen Außenristpass, den dieser präzise zum 0:1 im langen Eck unterbrachte (21.). Nur wenig später legte Himmelsthür nach einer schnellen Umschaltaktion nach. In einer Drei-gegen-Drei-Situation steckte Cagri Genc glänzend auf Abdulbasit Akbari durch, der eiskalt ins lange Eck zum 0:2 vollendete (37.). Erst nach dem zweiten Dämpfer wachte Schliekum auf und drückte auf den Anschluss, der noch vor der Pause gelang. Bienvenange Mbuluku verwandelte einen Foulelfmeter souverän zum 1:2-Halbzeitstand (40.). „Dem Druck konnten wir zum Glück standhalten und sind mit der knappen Führung in die Halbzeitpause gegangen“, so der Himmelsthür-Trainer Michael Lang. Auch nach dem Seitenwechsel rannte Schliekum unentwegt an, um die Partie wieder auszugleichen, strahlte dabei aber weiterhin zu wenig Durchschlagskraft aus. Himmelsthür stand in der Defensive äußerst kompakt und ließ nahezu nichts zu. Einzig die Vorentscheidung ließ auf sich warten, als Hoppe im Eins-gegen-Eins die Riesenchance auf den dritten Treffer vergeblich liegen ließ. In der Schlussphase machte der TuS den Sack dann aber endgültig zu. Liam Noah Delf setzte Akbari mit einem feinen Steckpass in Szene, der den Ball gedankenschnell am Torwart vorbeispitzelte und den umjubelten 1:3-Endstand markierte. Lang zeigte sich nach dem Auswärtssieg zufrieden: „In Summe war das heute ein verdienter Sieg. Wir haben viel investiert und wurden endlich belohnt.“ Zuschauer: 100

TSV Giesen - SV Alfeld 3:1 (1:0).Die Partie begann vogelwild, extrem körperbetont und mit hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Den Traumstart erwischten dabei die Hausherren. Modaber Kohistani setzte sich auf dem rechten Flügel stark durch und bediente Lasse Gutzeit im Zentrum, der den Ball per spektakulärem Flugkopfball zur 1:0-Führung im Tor versenkte (3.). Postwendend bot sich den Gästen die Riesenchance zum Ausgleich, doch Finn-Niklas König scheiterte im Eins-gegen-Eins. Im direkten Gegenzug tauchte Giesens Luca-Maximilian Budde frei vor dem Gehäuse auf, zog jedoch ebenfalls den Kürzeren. Nach rund 20 Minuten meldete sich Alfeld erneut gefährlich vor dem Tor zurück, als Felix-Marten König ebenfalls im Eins-gegen-Eins an Giesens Schlussmann hängen blieb. Ein folgenschwerer Fehler des Alfelder Torwarts blieb in dieser Phase unbestraft, ehe sich das Geschehen spürbar beruhigte und die Begegnung bis zum Pausenpfiff vor sich hinplätscherte. Der zweite Durchgang begann zunächst deutlich taktischer geprägt, ehe die Gäste ab der Stundenmarke eine massive Druckphase starteten. Giesen fand jedoch genau das richtige Gegenmittel und schlug im Stil einer Spitzenmannschaft zu. Nach einem feinen Heber über die Kette von Hamza Menadjelia überlupfte Marco Czauderna den herausstürmenden Gästekeeper gefühlvoll zum 2:0. Die Antwort der Alfelder folgte auf dem Fuß: Im direkten Gegenzug entschied der Unparteiische auf Foulelfmeter, den Jan-Mika Bartetzko zum 2:1-Anschlusstreffer verwandelte. In den verbleibenden Minuten drängten die Gäste vehement auf den Ausgleich, während Giesen primär auf Umschaltmomente lauerte. In der 90. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Nach einem Foulspiel im Alfelder Strafraum trat der Gefoulte Jonas Jürgens zum Elfmeter an, behielt die Nerven und machte mit dem 3:1 den Deckel drauf. TSV-Coach Laurin Paris zeigte sich stolz nach dem Sieg gegen die Alfelder, die die letzten vier Partien gegen Giesen gewinnen konnten: „Kompliment an das Team. Es haben heute mehrere Stammkräfte gefehlt, doch das haben wir kompensiert und am Ende verdient gewonnen.“ Zuschauer: 80

SC Drispenstedt - VfR Germania Ochtersum 1:7 (0:3).Der VfR Germania Ochtersum hat sich beim SC Drispenstedt in Torlaune präsentiert und einen deutlichen 1:7-Kantersieg eingefahren. Die Gäste nutzten die eklatante Fehleranfälligkeit der Drispenstedter Hintermannschaft eiskalt aus und stellten die Weichen mit einem frühen Doppelschlag rasch auf Sieg. Erst steckte Mohamed Ismail nach einem hohen Ballgewinn auf Niklas Preußner durch, der den Ball unten rechts zum 0:1 versenkte (14.). Nur wenig später folgte das 0:2, als Drispenstedts Defensive bei einem langen Ball von Lukas Hartmann nicht konsequent zum Leder ging und Tim Friedrich die Einladung dankend annahm (18.). Drispenstedt fand in der Folge kein Durchkommen gegen die gut organisierte Germania-Abwehr. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Ochtersum nach. Nach einem erneuten hohen Ballgewinn ließ Preußner mehrere Gegenspieler stehen und schlenzte den Ball per gefühlvollem Lupfer über den Schlussmann hinweg zum 0:3-Halbzeitstand (38.). Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber deutlich aktiver und arbeiteten sich besser in die Begegnung hinein. Die Bemühungen wurden belohnt, als Riad Bero den Ball über die letzte Kette hob und Silva Serwan Salem auf 1:3 verkürzte (59.). Doch die Hoffnung währte nur kurz, denn Ochtersum antwortete postwendend. Daniel Klages bediente Tim Friedrich, der das Leder mit dem Außenrist sehenswert unter die Latte schlenzte und zum 1:4 traf (67.), damit war die Messe endgültig gelesen. In der Folge spielte nur noch die Germania. Preußner zog entschlossen nach innen und erhöhte auf 1:5 (73.), ehe Philipp Timkov mit einem späten Doppelschlag in der Schlussphase (82., 90.) den Schlusspunkt zum auch in der Höhe verdienten 1:7-Endstand setzte. Der Drispenstedt-Sprecher Peter Straube nach dem Debakel: „Am Ende haben wir uns eine Klatsche abgeholt. Wir haben heute eine Lehrstunde bekommen.“ Zuschauer: 100

VfL Borsum - FC Eldagsen 2:1 (0:0).Die Hausherren standen im ersten Durchgang extrem kompakt und ließen defensiv kaum etwas zu. Die erste Großchance der Partie gehörte dennoch den Gästen. Nach einem undurchsichtigen Flipperball im Strafraum scheiterte die Eldagsener Offensive per Doppelchance am stark reagierenden Borsumer Debütanten Nico Brinkmann im Tor. Auf der Gegenseite verzeichnete der VfL im ersten Durchgang zwei gefährliche Möglichkeiten durch Leon Heesmann und Luca-Matthias Rohrmann. Die bis dahin unspektakuläre Begegnung bekam zehn Minuten vor der Pause eine entscheidende Wendung, als ein Eldagsener Akteur nach einem groben Tritt mit Glatt Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Hausherren die personelle Überlegenheit konsequent aus und agierten überlegen. Die Dominanz zahlte sich rasch aus. Jonathan Zimmer brach auf der rechten Außenbahn durch und brachte eine Flanke maßgeschneidert in den Rückraum, wo Ansgar Fabian Koch eingelaufen war und überlegt ins lange Eck zum 1:0 vollendete (52.). Eldagsen steckte trotz Unterzahl nicht auf und schlug wenig später überraschend zurück. Die Gäste brachen ebenfalls über die rechte Seite durch und bedienten Sören Vespermann in der Mitte, der zum 1:1-Ausgleich einschob (59.). Borsum drückte in der Folge vehement auf die erneute Führung und belohnte sich kurz vor dem Ende für den betriebenen Aufwand. Ein missglückter Abschlag des Eldagsener Schlussmanns landete direkt vor den Füßen von Leon Heesmann, der blitzschnell schaltete und Koch bediente. Der Matchwinner behielt vor dem Tor die Nerven und schnürte seinen Doppelpack zum umjubelten 2:1 (86.). In den verbleibenden Minuten verwaltete der VfL den knappen Vorsprung clever, ließ nichts mehr anbrennen und tütete den Heimsieg ein. Zuschauer: 100

Verfasser: Loris Saradeth

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