Winter in Alfeld

Glatte Straßen, Zugausfälle und geschlossene Geschäfte: Auswirkungen von „Elli“ in Alfeld

Alfeld - Schneesturm „Elli“ hat sich am Freitag in Alfeld und dem Leinebergland breit gemacht. Wie das Wetter den Alltag der Menschen bis zum Nachmittag beeinträchtigt hat und ob es größere Probleme und Einsätze gab.

Schneeschieben ist am Freitag den ganzen Tag über ein kostenloser Sport für Hausbesitzer. Foto: Stephanie Marschall

Alfeld - „Wir waren gut vorbereitet“, sagt Constantin Zimmermann, Leiter des Alfelder Baubetriebshofes, am Freitagnachmittag über den Tag mit Schneesturm „Elli“. Seit vier Uhr sind die Mitarbeiter auf den Straßen in Alfeld und den Ortsteilen im Zwei-Schicht-System im Einsatz. Bislang sei es ein normaler Einsatztag mit viel Schnee gewesen, so Zimmermann am späten Freitagnachmittag. Zum Glück ist das Salzlager wieder aufgefüllt. „Heute Morgen haben wir noch eine Lieferung mit 26 Tonnen Streusalz bekommen“, ist Zimmermann froh.

Weitere Salzlieferungen

Und für nächste Woche kündigt Alfelds Erster Stadtrat Mario Stellmacher weitere Streusalz-Lieferungen an. Außerdem lobt er die Mitarbeiter des Baubetriebshofs: „Ein tolles Team. Die Dienstbereitschaft habe schon vor Weihnachten begonnen, seitdem sind die Mitarbeiter im Dauereinsatz.“ Das würden die wenigsten Bürger wissen.

Fabian Mittmann, Leiter der Straßenmeisterei Gronau, ist ganz entspannt. „Es ist Winter und das Räumen der Straßen ist unser Job, dafür sind die Mitarbeiter da.“

Besondere Taxifahrten

Und während die einen den Schnee von der Straße räumen, kümmern sich andere darum, dass Patienten sicher zu ihren Behandlungen kommen. So übernimmt beispielsweise das Alfelder Taxi-Unternehmen City Car das ganze Jahr über Krankentransporte für Menschen, die unter anderem zur Dialyse, zur Bestrahlung oder zur Chemo müssen. „Diese Termine stehen weit im Voraus fest. Es ist eine große Herausforderung, bei diesem Wetter alles einzuhalten“, sagt Manuela Draab, Chefin von City Car. Da müsse dann ein Kunde, der eine Fahrt zum Friseur buchen möchte, etwas Geduld aufbringen.

Zeit und starke Nerven

Zeit und starke Nerven benötigen mal wieder Menschen, die am Alfelder Bahnhof einen Zug nehmen wollen. Sie erfahren über die Ansage, dass dieser spontan gestrichen ist oder lange Verspätung hat.

Kunden sind am Freitag in der Innenstadt tatsächlich nicht viele unterwegs, weder am Vormittag noch am Nachmittag. Das hatten einige Geschäftsinhaber wohl geahnt, und darum am Freitag gar nicht erst ihre Türen geöffnet.

Alfelder Tafel geschlossen

Geschlossen blieb auch die Alfelder Tafel. „Wir haben lange überlegt, aber aus Schutz für unsere Mitarbeiter, die von außerhalb anfahren und für unsere Kunden haben wir uns dafür entschieden, heute keine Lebensmittel auszugeben“, erklärt Karin Knust, Chefin der Alfelder Tafel. Die Tour zu den Märkten und Bäckereien sei ebenfalls abgesagt worden.

Und was sagt die Alfelder Polizei über die Auswirkungen von „Elli“? Drei querstehende Lastwagen auf der Bundesstraße 3 bei Limmer sorgen am Morgen dafür, dass die Strecke kurzzeitig gesperrt werden muss. Zudem behindert am späten Nachmittag ein Sattelschlepper die Strecke zwischen Alfeld und Adenstedt.

Eine ruhige Lage bestätigt auch Alfelds Stadtbrandmeister Patrick Gensicke am späten Nachmittag für die Feuerwehren.

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