Konserven und Haltbares

Guter Hirt braucht Lebensmittel – um pro Woche 1500 Hildesheimer Haushalte zu versorgen

Hildesheim - Beim Guten Hirt brauchen die Helfer nun selber Hilfe, und zwar in Form von Lebensmitteln. Dringend erwünscht ist alles, was haltbar ist, wie Reis, Nudeln, Kaffee, Marmeladen und jede Art von Konserven.

Diakon Andreas Handzik leitet den Guten Hirt, eine Einrichtung, die für immer mehr Menschen zum Anlaufpunkt wird, wenn es um die Versorgung mit Lebensmitteln geht. (Mit im Bild: Rashmi Grashorn mit einer Spende.) Foto: Kathi Flau

Hildesheim - Es ist nicht das erste Jahr, in dem die Lebensmittel in den Sommermonaten beim Guten Hirt knapp werden. Aber es ist ein Jahr, in dem das leere Warenlager eine besondere Herausforderung darstellt, denn die Zahl der Menschen, die die Einrichtung versorgt, ist größer denn je: 1500 Haushalte wöchentlich stocken hier ihre Versorgung mit Lebensmitteln auf – eine enorme soziale Leistung, die vor allem die vielen Menschen ermöglichen, die Geld spenden.

Doch auch Lebensmittelspenden sind wichtig, und selbst jede kleinere Menge trägt dazu bei, dass der Gute Hirte weiterarbeiten kann. „Jedes Päckchen Nudeln, jedes Glas Marmelade, jedes Pfund Kaffee ist wichtig“, sagt Diakon Andreas Handzik, Geschäftsführer des Guten Hirt. „Jede Spende hilft vielen Menschen in Hildesheim durch den Sommer.“ Handzik zählt auf: „Haltbare Nahrungsmittel. Nudeln. Reis. Dosenmahlzeiten, Dosenobst und -gemüse, Mehl, Salz, Zucker, Tee, Marmelade, Fisch- und Wurstkonserven.“ Wer etwas erübrigen könne, solle es bitte umgehend zum Guten Hirten bringen.

Großartig wäre auch eine langfristige Kooperation

„Großartig wären natürlich auch Patenschaften“, sagt Handzik. Also quasi die Vereinbarung: Ein Mensch oder eine Gruppe oder ein Verein liefert jeden Monat eine Kiste Nudeln. Oder eine Palette Wurst. Oder etwas ganz anderes, Hauptsache verlässlich. „Das würde uns die Planung erleichtern und Kontinuität schaffen“, sagt der Diakon.

Der Zuzug von ukrainischen Familien seit 2022 sei nur ein Grund für den höheren Bedarf, so Handzik. „Was wir erleben, ist ein Anstieg der Bedürftigkeit im Allgemeinen.“ Unter den Betroffenen von Armut sehe er immer mehr Senioren. „Das ist erschreckend, das dürfte nicht sein. Ich höre von vielen, dass sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Und jetzt müssen sie sich hier für eine Tüte Lebensmittel anstellen.“

Konserven statt Sommersachen in die Reisetasche packen

Gerade am Monatsende sei oft einfach kein Geld mehr da, um Essen zu kaufen. Jetzt, wo die Sommerferien vor der Tür stehen, bittet Handzik. „Packen Sie doch bitte Ihren Koffer, Ihre Reisetasche oder den Rucksack einmal voll mit haltbaren Lebensmitteln, bevor Ihr Reisegepäck darin Platz findet, und kommen Sie damit zu uns“, bittet Handzik.

Spenden können von Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr beim Guten Hirt, Altfriedweg 2, Hildesheim abgegeben werden. Weitere Informationen und Kontakt unter www.guter-hirt.de.

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