Harsum - Der Harsumer Automobilzulieferer Schlote hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz gemacht als im Jahr davor – der Gewinn der Unternehmensgruppe ist allerdings erneut gestiegen. Das hat Schlote, mit 380 Mitarbeitern in Harsum einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Hildesheim, am Freitag bekanntgegeben.
„Erfreuliche Stabilität“
Im Vorjahr verbuchte Schlote einen Umsatz von 237 Millionen Euro, das waren rund 17 Millionen Euro weniger, als die Unternehmensgruppe im Jahr 2018 erreichte. Allerdings machte die Harsumer Firma mehr Gewinn: 2,35 Millionen Euro Überschuss standen zu Buche. Das ist das beste Resultat seit 2015. Im Jahr zuvor waren es nur 1,54 Millionen. Im Jahr 2017 hatte Schlote im Zuge der Inbetriebnahme des Werks in Harzgerode sogar 4,3 Millionen Euro Verlust eingefahren.
Mit Blick auf die aktuellen Zahlen spricht Finanzchef Michael Bormann von einem „erfreulichen Bild der wirtschaftlichen Stabilität“. Zudem sei Schlote weiter zuversichtlich, mithilfe von Kurzarbeit, Landesbürgschaft und anderen Maßnahmen erfolgreich durch die Corona-Krise zu kommen – auch wenn die Kunden in Mai und Juni noch nicht viele Teile abrufen.
Bald wieder volle Kurzarbeit
Im Harsumer Werk soll die Produktion von Mitte Mai an noch einmal für drei Wochen ruhen, die Belegschaft macht dann Kurzarbeit. Derzeit läuft die Fertigung mit 50 Prozent. So wechselhaft zu arbeiten, sei kostengünstiger, als zum Beispiel durchgehend ein Viertel der Belegschaft in der Fertigung einzusetzen, betont Bormann. „Es gibt Kosten in der Produktion, die sind gleich hoch, egal wie viele Leute gerade in der Fertigung sind. Da ist es günstiger, zeitweise mit halber Mannschaft und zeitweise gar nicht zu produzieren.“
