Silvester

Hildesheim: Böllern oder nicht? Das sagen Stadt und Landkreis

Hildesheim - Bald steht der Jahreswechsel an. Traditionell feiern das viele Menschen mit Böllern und Feuerwerk. Doch deutschlandweit wird über Verbote diskutiert. Auch in Hildesheim.

Um Menschenansammlungen zu vermeiden und dadurch die Corona-Pandemie einzudämmen, wurden Feuerwerke beim vergangenen Jahreswechsel stark reduziert. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - „3, 2, 1 – frohes neues Jahr“, so werden sich bald wieder viele Hildesheimer und Hildesheimerinnen zum Start in ein neues Jahr beglückwünschen. Traditionell gehören für viele auch ein buntes, lautes Feuerwerk oder zumindest kleine Böller dazu.

2020: Verkaufsverbot von Pyrotechnik

Doch bereits im vergangenen Jahr hatten die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länder-Chefs neben einem Lockdown auch ein Verkaufsverbot von Pyrotechnik beschlossen. Vielerorts blieb es um Mitternacht still. Städte wie Bremen oder Göttingen haben auch für den anstehenden Jahreswechsel entsprechende Verbote erlassen. Wie ist die Lage in Hildesheim?

„Es ist anzunehmen, dass vor dem Jahreswechsel vom Land noch eine Regelung zu Feuerwerken – über das Feuerwerks-Verkaufsverbot von Bund und Ländern hinaus – getroffen werden wird“, sagt Sina Pfahl aus dem Presse- und Öffentlichkeitsteam des Hildesheimer Landkreises.

Bereits Anfang Dezember hatten sich Bund und Länder auf ein erneutes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern geeinigt.

Bei Verstößen drohte Bußgeld von bis zu 25 000 Euro

Im vergangenen Jahr hatte der Landkreis wenige Tage vor Silvester eine Allgemeinverfügung herausgegeben. Dort hieß es unter anderem, dass das Zünden von Feuerwerkskörpern an bestimmten Plätzen im Kreis verboten sei. Bei Verstoß drohte ein Bußgeld von bis zu 25000 Euro.

Die amtliche Bekanntmachung sollte vor allem verhindern, dass sich Menschenmassen am Silvesterabend an beliebten öffentlichen Plätzen versammeln, um dort zu feiern und zu böllern.

Fachwerk- und Reethäuser in der Region schützen

Seitens der Stadt bezieht sich die Regelung eher auf den Schutz von „brandempfindlichen Gebäuden“. Helge Miethe, Pressesprecher der Stadt teilt auf Nachfrage mit, dass das besonders auf „Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altersheime“ zutreffe. Aber auch Fachwerk- oder Reethäuser wie beispielsweise in der Kessler- und Bergstraße, im Brühl, am Lappenberg und rund um den Marktplatz sollen durch die Vorgaben geschützt werden.

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