Hildesheim - Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, bekommt einen Tag Sonderurlaub – mit diesem Angebot will der Automobil-Zulieferer SEG Automotive seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Immunisierung motivieren. Das hat das Unternehmen am Freitag angekündigt. In Hildesheim hat SEG derzeit noch gut 500 Beschäftigte.
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„Wir konnten unsere Beschäftigten bisher mit unserem Hygienekonzept und Maßnahmen wie dem frühzeitigem Anbieten kostenloser Schnelltests gut schützen“, sagt SEG-Personalchef Markus Folz. „Aber Impfen ist der sicherste Weg zurück Richtung Normalität in Privatleben und Beruf.“ Deshalb wolle das Unternehmen „einen zusätzlichen Anreiz schaffen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen sich frühestmöglich impfen lassen“.
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Bekanntlich trennt sich SEG Automotive zur Jahresmitte im Rahmen der Schließung des Starterwerks von dem weit überwiegenden Teil seiner Beschäftigten in Hildesheim. Der Betriebsrat begrüßt die Impf-Belohnung aber ausdrücklich, wie die Vorsitzende Birgit Ertelt auf HAZ-Nachfrage betont. Dass die Initiative für viele Beschäftigte am Standort zu spät kommen könnte, glaubt sie nicht: „Wir gehen davon aus, dass hoffentlich bei genügend Impfstoff noch viele Kolleginnen und Kollegen in den Genuss einer Impfung zum Beispiel beim Hausarzt oder im Impfzentrum – und damit auch des Sonderurlaubs kommen werden.“
SEG Automotive ist derzeit noch einer der größten Arbeitgeber in Hildesheim. Zu Ende Juni müssen knapp 450 Mitarbeiter gehen. Der Großteil von ihnen hat die Option einer Rückkehr zu oder einer Abfindung von Bosch. 60 Beschäftigte sollen am Standort verbleiben.
