Betreiber aus Stuttgart

Hildesheimer Hotel verkauft – die neuen Pläne für das Deutsche Haus

Hildesheim - Seit 1975 gibt es das Hotel Deutsches Haus an seinem jetzigen Standort in Hildesheim, nun gab es einen Besitzerwechsel. Die neue Chefin will umbauen und mit neuem Konzept durchstarten.

In die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig: Die neuen Besitzer wollen das Hotel umbauen. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Seit 1940 war das Hildesheimer Hotel Deutsches Haus in Besitz der Familie Neubauer, seit 1975 betrieb sie die neu errichtete Herberge am jetzigen Standort an der Bischof-Janssen-Straße. Damit ist nun Schluss: Der letzte Inhaber Klaus Neubauer, bis zuletzt gemeinsam mit seiner Schwester Hella Masri Betreiber des Hotels, hat den schmucklos-prägnanten Bau gegenüber der Arneken-Galerie verkauft.

Auch hiesige Investoren aus der Immobilienbranche hatten zunächst Interesse an dem sanierungsbedürftigen Gebäude und dem Grundstück in zentraler Lage, doch den Zuschlag erhielt letztlich ein Unternehmen aus Baden-Württemberg.

Kleine Wohnungen sollen entstehen

Im Grundbuch des Amtsgerichts Hildesheim ist seit November 2020 die Comfort Boardinghouse & Hotel GmbH & Co. KG als neue Eigentümerin eingetragen – die Gesellschaft gehört zur Meri Boarding Group aus Stuttgart, die in Hildesheim bereits einzelne Wohnungen im Angebot hat, nun aber mit der neuen Immobilie im größeren Stil einen Sektor bedienen will, von dem sich Geschäftsführerin Kübra Irmak auch in Hildesheim Erfolg verspricht. In Stuttgart und Umgebung betreibt Irmaks Unternehmen bereits vier Anlagen mit insgesamt 256 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen.

Das Angebot der sogenannten Boardinghäuser ist speziell auf Firmen ausgerichtet, die für Mitarbeiter temporär Wohnungen anmieten, die nur für einige Wochen oder Monate eine Unterkunft benötigen – als Übergangslösung, bis sie eine eigene Wohnung gefunden haben oder weil sie ohnehin nur zeitweise in Hildesheim arbeiten.

Schon vier Boardinghäuser in Stuttgart

Zu solch einem Boardinghaus will Kübra Irmak auch die neu erworbene Immobilie an der Bischof-Janssen-Straße umbauen lassen – aber zusätzlich auch einige Zimmer weiter im Hotelbetrieb für Touristen anbieten.

Bislang hatten die Betreiber 47 Zimmer mit insgesamt 90 Betten zur Verfügung. Wie viele Wohnungen und Zimmer es künftig sein werden, und wie viel Geld in die Sanierung und in den Umbau fließt, dazu sagt Kübra Irmak derzeit noch nichts. Nur so viel: „Es gibt viel zu tun.“

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