Hildesheim - Die Hildesheimer Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut am Sonntag bei 92,1 – und damit um 23,9 Punkte niedriger als am Samstag, an dem der Wert bei 116,0 lag
Beim Sonntagswert liegt der Schluss nahe, dass nicht alle aktuellen Zahlen des Landkreises Hildesheim bereits beim RKI ankamen und der aktuelle Wert für den Landkreis erneut nur eine „Sechs-Tage-Inzidenz“ ist.
Mögliche Verschärfungen vorerst kein Thema
Am Sonntag meldet das RKI für den Landkreis Hildesheim 254 Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen, am Samstag hatte der Wert bei 320 gelegen. Dass der Wert so stark sinkt, liegt offenbar daran, dass am Sonntag keine neu gemeldeten Fälle aus dem Landkreis Hildesheim vom RKI mit in die Inzidenz einberechnet wurden.
Mögliche Verschärfungen, die durch die neue Bundes-Notbremse verhängt werden müssten, wenn die Inzidenz im Landkreis an drei Tagen in Folge über 100 liegt, sind damit vorerst kein Thema.
Erklärung des RKI
Das RKI hatte in der vergangenen Woche auf HAZ-Nachfrage bestätigt, dass es bei den Inzidenzwerten mitunter zu Verzögerungen komme: „Diskrepanzen zwischen den berichteten Inzidenzen können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können sie durch den Übermittlungsverzug bedingt sein, etwa, wenn das Gesundheitsamt bereits Fälle an die zuständige Landesbehörde übermittelt hat, diese aber noch nicht vom Land an das RKI übermittelt worden sind.“
Blick auf die Nachbarregionen
In der Region Hannover ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Sonntag weiter gesunken, von 133,1 am Samstag auf nunmehr 125,1, auch im Kreis Peine sank sie nach zuletzt spürbarem Anstieg im Vergleich zum Samstag wieder leicht: von 170,6 auf 165,4. In beiden Regionen gilt derzeit eine nächtliche Ausgangssperre.
Weiterhin über dem Grenzwert von 100 liegt der Landkreis Hameln Pyrmont mit 105,0 (Samstag 107,7), Wolfenbüttel liegt mit 93,6 (Samstag 90,3) weiter darunter. In Salzgitter stieg die Inzidenz laut RKI am Sonntag sogar über 300 – und liegt nun bei 309,7.
Deutschlandweit stieg die Inzidenz von 164,4 auf 165,6. In Niedersachsen ist er dagegen leicht von 113,4 auf 111,6 gesunken.
