Siegerbands

Gewinner des Hildesheimer Jazzpreises: Diese Bands dürfen deshalb bei der Jazztime spielen

Hildesheim - Hi Five Jazz Award: Rebekka Bakken, Stargast der Jazztime 2024, bekommt Konkurrenz. Rebecca Trescher überzeugte die Jury um Götz Alsmann. Am 19. Mai spielen sie und Rainer Böhm im Galakonzert.

Fast schon in Bigband-Stärke kommt das Rebecca Trescher Tentett zur Hildesheimer Jazztime. Foto: Sebastian Autenrieth

Hildesheim - Rebekka Bakken ist der Star der diesjährigen Jazztime. Aber sie bekommt nun Konkurrenz von einer zweiten Rebecca. Gerade haben die Veranstalter das Gewinnerduo des Hi Five Jazz Award verkündet: Rebecca Trescher und Rainer Böhm. Am Pfingstsonntag, 19. Mai, werden sie mit ihren Bands in der Jazztime-Gala im Theater für Niedersachsen zu erleben sein.

Rebecca Trescher Tentett und Rainer Böhm Sextet: Außerhalb der Jazz-Szene haben sich die beiden Namen noch nicht sehr herum gesprochen. Doch nach den Erfahrungen mit den vorangegangen Preisträger-Auftritten kann man sich die Karten für die Gala auch blind kaufen. Alle vier Gewinnerbands der Jahre 2022 und 2023 spielten fantastische Konzerte; man kann getrost davon ausgehen, dass es diesmal nicht anders sein wird.

Mehr als 100 Bewerbungen

Unter den Musikerinnen und Musikern nimmt die Bekanntheit des Preises, den der Rotary Club Hildesheim in Kooperation mit der Bischofsmühle ausschreibt, von Jahr zu Jahr zu. Im vorigen Jahr staunten die Organisatoren schon über die Zahl von 60 Bewerbungen, inzwischen sind es mit 107 Einsendungen sogar fast doppelt so viele. „Die Spanne reicht von hochprofessionell bis amateurhaft“, berichtet Achim Mennecke, Cyclus-Vorsitzender und Jury-Mitglied. Wobei die professionellen Bewerber deutlich in der Überzahl gewesen seien. „Und auffällig ist: Es sind diesmal mehr Frauen dabei“, ergänzt Rotarier Jens Koch, der ebenfalls in der Jury sitzt.

In dem Gremium sind noch die Jazz-Profis Götz Alsmann und Fiete Felsch sowie der Rotarier Werner Greve. Sie hatten Rebecca Trescher schon beim letzten Mal unter die Favoriten gewählt. Doch da machte Jakob Manz, mit dem es bei der kommenden Jazztime ein Wiedersehen auf der Open-Air-Bühne geben wird, knapp das Rennen. Nun steht die Klarinettistin auf dem Siegertreppchen – als erste Frau beim Hi Five Jazz Award.

In ihrer zehnköpfigen Band befinden sich Jazz-untypische Instrumente wie Cello oder Harfe. Zuletzt ist Trescher mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter der Deutsche Jazzpreis 2022. Das internationale Fachmagazin Down-beat kürte sie im selben Jahr zum „Rising Star Clarinet“. In Hildesheim will sie ihre brandneue CD „Character Pieces“ vorstellen, die bis dahin fertig werden soll.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rainer Böhm Sextet, so dass die Jury im Unterschied zu den Vorjahren nicht einen Haupt- und einen Förderpreis vergab, sondern das 10.000-Euro-Preisgeld einfach durch zwei teilte.

An 70 CD’s beteiligt

Der Pianist Rainer Böhm hat als Bandleader und Begleitmusiker schon an mehr als 70 CD-Produktionen mitgewirkt. Auch er hat für seinen Modern Jazz bereits zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst. Jurymitglied Fiete Felsch, der selbst Saxofon spielt und mit vielen großen Jazzmusikern zusammengearbeitet hat, staunt vor allem über die Qualität der drei Bläser des Sextetts: „Das sind die Besten, die man kriegen kann.“

Das Ziel sei, dass der Award in diesem Jahr noch stärker wahrgenommen wird – um auch überregionale Sponsoren für die künftige Finanzierung zu gewinnen, sagen Mennecke und Koch. Bis einschließlich 2025 ist die Fortführung aber schon gesichert.

Rebecca Bakken schon fast ausverkauft

Eintrittskarten für die Award-Gala am 19. Mai um 20.45 Uhr im tfn kosten im Vorverkauf 41,90 Euro. Sie sind im tfn-Service-Center, bei Ameis Buchecke und reservix.de erhältlich. Dort gibt es auch noch Resttickets für das Galakonzert mit Rebekka Bakken am 18. Mai.

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