An diesem Wochenende

Hildesheimer Magdalenenfest lockt jede Menge Besucher – Vorfreude auf den Sonntag

Hildesheim - Das erste Hildesheimer Magdalenenfest nach drei Jahren Corona-Pause zieht die Menschen in Scharen an – was es zu entdecken gibt und welcher Aspekt den Organisatoren wichtig ist.

Auch am Sonntag können gibt es im Hildesheimer Magdalenengarten noch viel zu entdecken. Foto: Waldemar Lorenz

Hildesheim - Wer sich an diesem Wochenende das bunte Treiben beim Magdalenengartenfest ansehen will, muss erst einmal Geduld mitbringen: Bereits am Samstagvormittag standen die Besucherinnen und Besucher bei strahlendem Sonnenschein in langen Schlangen an den zwei Kassen. Das diesjährige Fest, das erste nach drei Jahren Corona-Pause, zieht die Menschen in Scharen an.

„Wenn der Tag um ist, werden wir sicher an die 4000 Menschen als Gäste hier gehabt haben“, freut sich Michael Sackmann, Hausherr des Gartens und Leiter des Seniorenheims im Magdalenenhof, am Samstag. „Und niemand hat über den erhöhten Eintrittspreis gemeckert.“ Von drei auf fünf Euro hatten die Organisatoren den Eintrittspreis aufgrund gestiegener Gesamtkosten erhöht.

Kunsthandwerk und Kleidung shoppen

Dafür gibt es auch viel zu sehen und zu erleben. Entertainer, Kinderbuchautor und „Allroundkünstler“ Thommi Baake ist mit seinem neuesten Buch „Verrückt und zugenäht“ aus Hannover angereist. Mit dabei ist seine Lebensgefährtin Lucy Hobrecht, ihres Zeichens Karikaturistin und „Schnellzeichnerin“. Sie fertigt in Windeseile witzige Portraits von den Wartenden.

Neben zahlreichen kulinarischen Angeboten gibt es aber auch die Möglichkeit zum Shoppen: Mehrere Anbieter von Kunsthandwerk, Schmuckdesign und Bekleidung sind vertreten. So beispielsweise der Modeschöpfer Matthias Sandlass aus Hamburg. Er bietet neue Schnitte, eigene Designs und ausgesuchte Qualität. Und das aus nachhaltigen Materialien und fair in Deutschland produziert: Hosen aus der Ramiefaser, einem tropischen Brennnesselgewächs, und Kleider oder Röcke aus Tencel, einer Holzfaser, die ausschließlich aus nachhaltig und legal bewirtschafteten Wäldern stammt. Produziert werden die Kleidungsstücke zu fairen Löhnen von Menschen aus der Diakonie.

Soziale Betriebe werden eingebunden

Und das ist auch das Neue am Magdalenengartenfest. Martin Schwark, zum ersten Mal Mitorganisator der Veranstaltung, legt genau darauf Wert. Für den 55-jährigen Organisationsentwickler ist es wichtig, soziale Betriebe mit einzubinden. Dabei gehe es in erster Linie um Unternehmen, die sich für fairen Handel und Produktion aussprechen, wie er sagt.

Aber auch die Partner aus der Region seien wichtig. Ob es die ehrenamtlichen Malteser sind oder die Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die sich unter anderem mit einem kinderpädagogischen Programm am Fest beteiligt. Selbst Vertreter aus der englischen Partnerstadt Weston-super-Mare haben den Weg nach Hildesheim gefunden. Mit all dieser Unterstützung zeigt sich der Garten als wahre Flaniermeile und wird zu einem Treffpunkt für alle Alters- und Gesellschaftsschichten.

Insgesamt 70 bis 80 ehrenamtliche Helfer sind an diesem Wochenende im Einsatz und sorgen für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, die auch am Sonntag noch einmal von 11 bis 18 Uhr geöffnet hat.

  • Hildesheim
  • Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.