Hildesheim - Die Erweiterung und Sanierung der Hildesheimer Michelsenschule soll so über die Bühne gehen, dass der Schulbetrieb während der Arbeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird. Mit diesem Ziel wurden die Pläne mehrfach geändert. Wie die Kreisverwaltung nun nach längerem Abwägen vorgehen will, war am Montagabend Thema im Kreisentwicklungsausschuss. Demnach soll nun, wie ursprünglich geplant, in einem ersten Bauabschnitt ein neuer Klassenraumtrakt gebaut werden – „um den massiven Raummangel der Schule zu beheben“, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Kreispolitiker erklärt. Die Kosten werden auf 15,5 Millionen Euro geschätzt.
Totalunternehmer gesucht
Mit der Umsetzung will der Landkreis einen sogenannten Totalunternehmer beauftragen. Der soll den Erweiterungsbau planen, bauen und alle benötigten Handwerksfirmen anheuern. Damit habe der Kreis bisher beim Neubau des Gymnasiums Sarstedt gute Erfahrungen gemacht, sagte Dezernent Walter Hansen. Ausgewählt wird der Unternehmer in einem sogenannten Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Dabei wählt der Landkreis unter den Interessierten, die sich bei dem Wettbewerb melden, einige aus, die dann Angebote abgeben können. Über diese wird schließlich verhandelt. Zur Begleitung des Verfahrens wird ein Gremium aus Mitgliedern des Fachausschusses gebildet.
Sanierung in Teilabschnitten
In einem zweiten Bauabschnitt wird dann das bestehende Gebäude saniert – und zwar in mehreren Teilabschnitten. Das dauere zwar länger, gibt die Verwaltung zu bedenken, halte aber die Einschränkungen des Schulbetriebes in Grenzen. Das sei angesichts des akuten Platzmangels besonders wichtig.
Die Verwaltung hatte vorher prüfen lassen, ob der Erweiterungsneubau und eine neue Lösung für das Aulagebäude in einem Rutsch realisiert werden könnten. Die bevorzugte Option war ein Ersatzneubau, der die Funktionen einer Sporthalle und eines Multifunktionsraumes vereinen sollte. Doch die Prüfung ergab, dass das für zwei bis drei Jahre mehr Nachteile als Vorteile bedeutet hätte – was sich auch durch eine andere Anordnung des Gebäudes nicht verhindern ließe.
