Einzelhandel in der Innenstadt

Hildesheimer Modehändler baut groß um und startet Räumungsverkauf – das sind die Pläne

Hildesheim - Das Modehaus Kressmann soll in Teilen ein neues Gesicht bekommen. Bis Weihnachten gibt es deshalb vieles günstiger. Was hat der Betreiber vor?

Das Modehaus Kressmann in der Hildesheimer Fußgängerzone soll in Teilen ein neues Gesicht bekommen – unter anderem sollen die Schaufenster auch zum Laden hin offen werden. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Das Hildesheimer Modehaus Kressmann wird sein Gesicht in den kommenden Monaten in verschiedenen Bereichen verändern. Das hat Betreiber Axel Kreßmann jetzt auf HAZ-Anfrage angekündigt. Vom 1. Dezember an läuft deshalb ein Räumungsverkauf mit Rabatten, Anfang des neuen Jahres sollen Bauarbeiter und Ladenbauer anrücken. Der Geschäftsmann investiert einen mittleren sechsstelligen Betrag – und hat weitergehende Pläne in der Schublade.

Veränderungen soll es sowohl an den Fassaden des Gebäudes zwischen Fußgängerzone und Judenstraße als auch im Innenbereich geben, wie Kreßmann ankündigt. Vom Hohen Weg aus gesehen soll sich das vor allem an den Schaufenstern im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss zeigen. „Die wollen wir so umgestalten, dass man ganz hindurch in den Laden schauen kann“, erklärt der Inhaber. „Dann bekommen wir zugleich auch mehr Tageslicht hinein.“

Mehr Platz für weniger Marken

Noch markanter soll die Umgestaltung der Fassade in Richtung der Judenstraße ausfallen. Dort will Kreßmann drei Sitzbänke auf dem Pflaster installieren lassen, die Genehmigung dafür liegt bereits vor. „Das soll ein Beitrag zur Aufenthaltsqualität sein“, sagt der Modehändler. Teile der Fassade dahinter sollen eine Holzverkleidung bekommen, die optisch zu den Bänken passt.

Aber auch im Gebäude soll sich einiges ändern, und dabei geht es nicht nur um die Optik. Das Modehaus Kressmann will sich auf weniger Modelieferanten als bislang beschränken, den für die Zukunft ausgewählten Marken aber mehr Platz und Ausstellungsfläche einräumen. Und zwar auf einem in Teilen erneuerten Fußboden. Zudem sollen im Erdgeschoss die Kassen verlegt werden, und Kreßmann will Aufenthaltsbereiche für die Beschäftigten verschönern.

Räumungsverkauf läuft

Ab sofort bis Weihnachten läuft nun ein Räumungsverkauf. „Wir wollen das Lager für Herbst- und Winterware möglichst leer bekommen“, sagt Axel Kreßmann. Denn der Umbau im kommenden Jahr solle in vier Abschnitten geschehen, während das Geschäft durchgehend geöffnet bleibe. „Da müssen wir viel hin- und herräumen und brauchen natürlich immer freie Flächen.“ Anfang März soll die Umgestaltung des Modehauses abgeschlossen sein.

Aber nur fürs Erste: „Wir haben noch weitergehende Pläne“, berichtet Axel Kreßmann. „Aber wir machen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht alles auf einmal. Was er in nächster Zeit noch verändern will, möchte der Modehändler aber noch nicht sagen.“

Umsatz teilweise besser als 2019

Dafür äußert er sich zur Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr – und zieht eine gemischte Bilanz, betont aber vor allem die positiven Aspekte: „Mehrere Monate liefen besser, zum Teil sogar deutlich besser als die Vergleichsmonate im Jahr 2019.“ Das ziehe er stets heran, weil die Jahre 2020 und auch 2021 wegen der Corona-Pandemie und damit zeitweise einhergehender Beschränkungen im Einzelhandel nicht für Vergleiche taugen würden.

„Vor allem im Frühjahr und Sommer haben wir wirklich viel Frequenz und gute Umsätze gehabt“, blickt Kreßmann zurück. Im Oktober und November seien die Kundinnen und Kunden allerdings wieder deutlich zurückhaltender gewesen: „Da hat man schon die Vorsicht wegen der Inflation und der steigenden Energiepreise gespürt.“

Investitionen am Hohen Weg

Nun hofft Kreßmann auf ein gutes Geschäft mit den Rabatten im Advent – und darauf, dass sich die geplanten Investitionen auszahlen. Und dass der Hohe Weg weiter aufgewertet wird, nachdem in den Vorjahren bereits das Modehaus Adamski und Koffer-Koch investiert hatten.

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