Hildesheim - Das Amtsgericht Hildesheim hat über das Gebäudereinigungs-Unternehmen CleanHero das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Betrieb bei der Hildesheimer Firma, die sich vor allem auf die Reinigung von Kindertagesstätten spezialisiert hat, läuft aber ohne Einschränkungen weiter, wie Insolvenzverwalter Stefan Liese von der Kanzlei Görg auf Anfrage der Redaktion betonte.
„Wirtschaftliche Fehlentscheidungen“
CleanHero hat seinen Sitz in der Nordstadt, das Unternehmen beschäftigt laut Insolvenzverwalter Liese aktuell zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Zuge des vorläufigen Insolvenzverfahrens hätten einerseits Beschäftigte von sich aus gekündigt, andererseits seien aber auch neue Mitarbeiter eingestellt worden.
Denn die Auftragslage sei nicht das Problem bei CleanHero, die sei gut, erklärte der Insolvenzverwalter weiter. Allerdings habe das Unternehmen mehrere wirtschaftliche Fehlentscheidungen getroffen – und zwar sowohl bei Investitionen als auch bei Vertragsabschlüssen. In der Folge seine die Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen zu stark gestiegen, was schließlich zum Insolvenzantrag geführt habe.
Liese zeigte sich gegenüber der Redaktion allerdings zuversichtlich, Investoren für die Firma zu finden. CleanHero habe einen ordentlichen Kundenstamm, sei mit der Unterhaltungsreinigung von 20 Kindertagesstätten von 15 verschiedenen Trägern beauftragt. Zudem sei die Firma Dienstleister für einzelne Privatkunden.
„Gute Aussichten auf Erhalt“
„Derzeit wird an der Umsetzung eines Übernahmekonzeptes für CleanHero gearbeitet“, erklärt der Insolvenzverwalter abschließend. Zumindest „nach bisheriger Einschätzung“ bestünden schließlich gute Aussichten auf einen Erhalt des Betriebs
