Hildesheim - Eigentlich sollte auf dem früheren Gelände des DJK Blau Weiß an der Pappelallee schon seit Jahren ein Wohngebiet entstehen. Doch erst musste die Stadt Hildesheim den dioxinbelasten Boden sanieren, dann kam das Hochwasser dazwischen – schließlich diente die rund fünf Hektar große Fläche als Überschwemmungsgebiet.
Stand heute sieht das Areal weiterhin unberührt aus. Doch der Transformationsprozess hat nach Angaben der Verwaltung bereits begonnen. So habe ein Planungsteam den ersten Schritt gemacht und gestalterische Visionen für die städtebauliche Entwicklung erarbeitet. Von neuen Maßstäbe in Sachen „Nachhaltigkeit“ und „Klimaschutz“ ist die Rede. Doch die Stadt setzt auch auf Beteiligung der Hildesheimerinnen und Hildesheimer.
Dienstag um 17.30 Uhr
Ein digitales Bürgerforum am Dienstag, 30. November, 17.30 Uhr, gibt Interessierten die Möglichkeit, zur Entwicklung des Pappelallee-Areals am Moritzberg beizutragen. Ideen, Hinweise und Visionen sollen eingebracht werden. Fragen sind dabei: Welche Nutzungen sind gewünscht? Wie sollen die Freiräume gestaltet werden? Was fehlt dem Gesamtquartier? Wie soll das Gelände insgesamt aussehen? Als Diskussionspartner stehen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Hildesheim sowie des Planungsteams der Sweco GmbH zur Verfügung.
„Die Bürgerbeteiligung ist an dieser Stelle nicht gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Stadtsprecher Helge Miethe, „aber die Meinung und Ideen der Bürgerinnen und Bürger sind natürlich gerade bei einem so bedeutenden Bauprojekt sehr wichtig und sollen in den Prozess einfließen.“ Das Forum dient überdies der Vorbereitung einer weiterführenden Onlinebeteiligung, die ab dem 6. Dezember bis Ende dieses Jahres freigeschaltet sein wird. Die Zugangsdaten zur Videokonferenz werden nach einer Anmeldung-Mail übermittelt.
„Attraktive öffentliche Räume“
Was das Thema nachhaltigen Städtebau anbelangt, den sich die Stadt bei diesem Projekt auf die Fahne geschrieben hat, geht es – soweit der Ausblick – um eine zukunftsgerichtete Mobilität und klimafreundliche Energieversorgung. Neben sozialem und vielfältigem Wohnungsbau sollen qualitativ hochwertige Frei- und Grünräume entstehen. „Diese sollen über den Betrachtungsraum hinaus für das Quartier Moritzberg neue attraktive öffentliche Räume schaffen“, heißt es abschließend.
Online-Forum Nordstadt
Ebenfalls ist für Dienstag, 30. November, 17.30 Uhr, ein Online-Forum zur Nordstadt angesetzt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung per E-Mail. Folgende Themen werden an dem Abend behandelt:
AWO Bazaro Outdoor – urban workspaces: Jobcenter und AWO bieten neue Arbeitsgelegenheiten in der Nordstadt. Welche handwerklichen Tätigkeiten im öffentlichen Raum könnten angegangen werden?
Justus-Jonas-Straße: Die Aktionstage haben das Potenzial der Straße gezeigt. Welche Ideen sollten weiterverfolgt werden?
Projekt Nord.Pol: Das neue Projekt befasst sich mit Plätzen in der Nordstadt.
