Hildesheim - Der Hildesheimer Unternehmer Knut Bettels hat seiner stetig wachsenden Firmengruppe zwei weitere Betriebe hinzugefügt, die zusammen auf rund 110 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von 17,4 Millionen Euro kommen. Es handelt sich um zwei Unternehmen aus dem Recycling-Bereich mit insgesamt fünf Standorten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Recycling und Transporte
Bettels übernimmt zum Jahreswechsel alle Gesellschaftsanteile der miteinander verbundenen Unternehmen Recycling-Park Harz GmbH aus Heudeber (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt) und August Bertram GmbH & Co. KG aus Goslar. Wie viele Übernahmen von Knut Bettels kam auch diese dadurch zustande, dass ein Familienunternehmen eine Nachfolgelösung suchte – der Hildesheimer steigt oft in solchen Fällen ein, in diesem Jahr unter anderem bei einem Betonteilwerk in Banteln.
Die Recycling-Park Harz GmbH mit derzeit 83 Beschäftigten betreibt insgesamt fünf Entsorgungs-Betriebsstätten in Cremlingen, Goslar, Helmstedt, Heudeber und Quedlinburg. Das Unternehmen befasst sich vor allem mit dem Recycling bzw. der Entsorgung von Abfällen, insbesondere aus dem Bau- und Gartenbereich. Ein weiteres Standbein ist der Verkauf von Schüttgütern und Recyclingprodukten. Zudem bietet das Unternehmen Container- und Transportdienstleistungen an.
Mehr als 100 Jahre alt
Die traditionsreiche Firma Bertram aus Goslar, bereits im Jahr 1909 gegründet, hat sich als Straßen- und Tiefbauunternehmen auf Kanalbau in offener Grabenbauweise spezialisiert und arbeitet überwiegend für öffentliche Auftraggeber in der Region zwischen Goslar und Hannover. In der Vergangenheit hat Bertram auch komplette Baugebiete erschlossen.
Die beiden unterschiedlichen Firmen haben indes den gleichen geschäftsführenden Gesellschafter, Uwe Schwenke de Wall. Der scheidet nun auf eigenen Wunsch aus und erklärt: „Das Übernahmeangebot der Bettels-Gruppe bot für die bisherigen Eigentümer eine ideale Gelegenheit, die in den kommenden Jahren ohnehin anstehende Nachfolgefrage frühzeitig zu klären.“ Die Einbindung in eine große Firmengruppe sichere langfristig die Arbeitsplätze der Beschäftigten und die Zukunft der Unternehmen.“
„Dezentrale Strukturen“
Knut Bettels kündigte an, nicht alles auf den Kopf zu stellen: „Wir setzen auf dezentrale Strukturen und freuen uns darauf, die beiden etablierten und gut aufgestellten Unternehmen fortzuführen und weiterzuentwickeln.“ Sie sollen allerdings in Bereichen wie IT und Verwaltung von der Firmengruppe profitieren.

