Hildesheim - Die Bebauung des Wasserkamps ist eines der herausragenden Themen der nächsten Jahre, das dürften die Verantwortlichen im Rathaus genauso sehen. Zumal Oberbürgermeister Ingo Meyer immer wieder deutlich gemacht hat, wie sehr ihm an der Siedlung liegt. Schließlich soll diese nicht nur gewöhnliche Bauwillige von einem Umzug in eine Kreiskommune abhalten, sondern auch Gutbetuchten ein schön gelegenes Heim in Hildesheim bieten.
Der Wasserkamp ist an sich eine eigene Sitzung wert
Doch wie soll das Baugebiet aussehen? Wie wird es verkehrlich angebunden? Mit welcher Energieart versorgt? Erste Antworten will die Stadt am Dienstag in den Ortsräten für Itzum und die Marienburger Höhe geben, am Mittwoch dann im Ausschuss für Stadtentwicklung. Doch dort – anders als in den Ortsräten – stehen in der Sitzung noch etliche weitere Tagesordnungspunkte an: Es soll um die Dammstraße gehen, den Bohlweg, Radwegevorhaben, den Ausbau der Jakobistraße, mehrere Bebauungspläne. Dabei kennt die Bauverwaltung die Debattierfreudigkeit des Ausschusses, der sich – nicht zu Unrecht – als Königsgremium des Rates versteht. Und die Politiker sollen ja auch angemessen lange über wichtige Themen sprechen. Der Wasserkamp ist an sich eine eigene Sitzung wert; stattdessen quetscht die Verwaltung noch weitere Themen auf die Tagesordnung.
In der Regel führt diese Fülle dazu, dass die Debatte zunehmend ausfranst und ihre Qualität den später anstehenden Punkten oft nicht mehr gerecht wird. Wann lernt die Bauverwaltung eigentlich dazu?
