Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Donnerstag zum fünften Mal in Folge gefallen, und zwar spürbar. Sie ging von 1929 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Mittwoch nunmehr auf 1841 zurück, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen meldete. Bundes- und landesweit sanken die Zahlen ebenfalls weiter.
Das Hildesheimer Gesundheitsamt meldete dem RKI am Mittwoch 883 Neuinfektionen. Dabei entfielen 730 neue Fälle auf den Mittwoch selbst, der Rest waren Nachmeldungen für den Dienstag. Zugleich fielen 1126 Fälle vom Mittwoch vergangener Woche aus der Wertung.
Weiter Rückgang in Hannover
Auch bundesweit ging die Inzidenz am Donnerstag weiter zurück, und zwar von 1663 auf 1625. In Niedersachsen fiel die Inzidenz etwas weniger deutlich von 1976 auf 1951. Das ist weiter die vierthöchste Inzidenz unter allen Bundesländern. Die Landesregierung befürchtet von der kommenden Woche an weiter steigende Inzidenzen, weil fast alle Corona-Regeln, darunter die Maskenpflicht in Innenräumen, wegfallen.
In der Region Hannover fiel die Inzidenz ein weiteres Mal erheblich von 1681 auf 1589. Im Landkreis Wolfenbüttel sank der amtliche Wert von 3642 auf 3372, ist aber noch der zweithöchste Corona-Kennwert in Deutschland. Der Landkreis versichert allerdings, die offiziellen Kennwert entspräche durch einen Bearbeitungs-Rückstau nicht der Realität. Unklar ist aber, wann sich die Zahlen wieder anpassen.
Desaster in Ostfriesland
Die Entwicklung in den weiteren Hildesheimer Nachbarkreisen im Einzelnen – Landkreis Peine: 1915 statt 2031. Landkreis Hameln-Pyrmont: 1699 statt 1814. Landkreis Holzminden: 2050 statt 2158. Landkreis Goslar: 1775 statt 2005. Landkreis Northeim: 2221 statt 2289. Stadt Salzgitter: 1776 statt 1591.
Den bundesweit höchsten Inzidenzwert weist nun der ostfriesische Landkreis Wittmund mit dem enormen Wert von 3805 (Vortag: 3403) auf, gefolgt wie erwähnt von Wolfenbüttel. Den dritthöchsten Inzidenzwert hat weiter der Landkreis Bamberg mit 3322 (Vortag: 3269).
Berlin wieder unter 1000
Drei Bundesländer weisen aktuell noch Inzidenzwerte über 2000 auf. Den höchsten Kennwert hat weiter das Saarland (2251 statt 2232) vor Bayern (2042 statt 2084) und Mecklenburg-Vorpommern nach erneut klarem Rückgang (2005 statt 2119). Mit Berlin (954) hat erstmals seit gut einer Woche wieder ein Bundesland einen dreistelligen Inzidenzwert.
Die Hospitalisierungs-Rate in Niedersachsen blieb am Donnerstag stabil bei 15,6. Die Zahl zeigt auf, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen sind, umgerechnet auf 100.000 Einwohner.
Mehr Intensivpatienten
Der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen sank am Donnerstag leicht von 7,9 auf 7,7 Prozent. Im Landkreis Hildesheim wurden am Donnerstagmorgen wieder zehn (Vortag: neun) Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Vier (Vortag: zwei) von ihnen mussten beatmet werden.
Den höchsten Anteil an Corona-Patienten auf den Intensivstationen hat laut DIVI-Intensivregister nun Sachsen mit 14 Prozent vor dem Saarland mit 13,8 und Bayern mit 13,2 Prozent. Diese Zahlen sind eher zurückgegangen. Die niedrigste Corona-Intensivquote hat wie fast während der gesamten Pandemie Schleswig-Holstein.
Auf dem Höhepunkt der Delta-Welle im Dezember gab es in einigen Bundesländern Quoten zwischen 30 und 40 Prozent.
