Neubau

Hildesheims größte Baustelle – am neuen Einkaufszentrum geht es jetzt nach oben

Drispenstedt - In Drispenstedt entsteht ein neues Einkaufszentrum samt Wohnungen und Tiefgarage für 42 Millionen Euro. Ein Blick auf Hildesheims größte Baustelle.

An der Hermann-Seeland-Straße sind inzwischen die ersten Gebäudeteile des neuen Drispenstedter Einkaufszentrums zu sehen. Foto: Christian Harborth

Drispenstedt - In der Ehrlicherstraße reiht sich Betonmischer an Betonmischer. Die Fahrer der Lastwagen warten darauf, ihre Fracht in die Betonkrane zu kippen, die auf der Baustelle des neuen Einkaufszentrums in Drispenstedt stehen. Der meiste Baustoff fließt in diesen Tagen noch in die Decke der Tiefgarage. Aber gleich daneben, am Gebäuderiegel an der Hermann-Seeland-Straße, bekommen Passanten und Anwohnerinnen derzeit einen ersten Eindruck von der neuen oberirdischen Bebauung.

Die Arbeiter haben hier den Kellerbereich verlassen und werkeln sich langsam in die Höhe. Am Ende sollen die Gebäude drei Etagen bekommen. „Ganz oben werden 51 Sozialwohnungen entstehen“, sagt Frank Satow, Sprecher der gbg Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim AG. Die städtische Tochter lässt an der Ehrlicherstraße für 42 Millionen Euro ein neues Einkaufszentrum mit vielen Geschäften, Wohnungen und einer Tiefgarage entstehen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2026 geplant, und bisher liege man durch und durch im Zeitplan, bestätigt Satow.

Die Arztpraxis hat Sommerpause bis August

Während zwischen Jordan- und Hermann-Seeland-Straße Dutzende Betongießer, Eisenbieger und Maurer schwitzen, sucht eine ältere Frau mit ihrem Rollator nach einem Weg zur Arztpraxis. „Über den Weg hier kommen Sie da hin“, sagt Satow zu der etwas ratlos dreinschauenden Frau. Später steht sie vor der Gemeinschaftspraxis, die zusammen mit der Apotheke ins vorübergehende Containerdorf gezogen ist. Aber die Praxis hat geschlossen. Das Team macht bis zum 2. August Sommerurlaub. „Dann komme ich später wieder“, sagt die Seniorin und macht sich wieder auf den Weg.

Bereits kurz vor der Fertigstellung sind die Arbeiten im neuen Stadtteilbüro. Dieses befindet sich jetzt direkt neben der Schwimmhalle. Das alte Büro ist zusammen mit dem NP-Mark abgerissen worden. „An ihre Stelle kommt der neue Rossmann“, sagt Satow. Am Donnerstag schrauben Karl Feuerborn und Elia Ehlers von der Tischlerei Falckenthal aus Bad Salzdetfurth am Empfangstresen. Geöffnet für den Kundenverkehr ist trotzdem schon. „Das Büro ist schon Anlaufstelle für unsere Mieter“, sagt Satow.

Im Zuge der Arbeiten hat auch der Stadtteiltreff eine Rundum-Verschönerung erhalten. Der Ortsrat tagt jetzt mit Blick aufs Wasser der Schwimmhalle. Eine kleine Bühne könnte künftig für Aufführungen genutzt werden, ein großes Whiteboard macht Präsentationen und mehr möglich. Der Stadtteiltreff wird von mehreren Gruppen des Stadtteils genutzt. Auch zu Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang kommen hier Drispenstedterinnen und Drispenstedter zusammen.

Rund 100 Namensvorschäge bei der gbg eingegangen

Noch bis zum 1. Oktober läuft die Suche nach einem neuen Namen für das Einkaufszentrum. „Rund 100 Einsendungen haben uns schon erreicht“, berichtet Satow. Die gbg hatte im Mai angekündigt, sich von dem früher gebräuchlichen, aber etwas altbackenen Namen „Ladenzeile“ trennen zu wollen. Namensvorschläge können noch per E-Mail an marketing@gbg-hildesheim.de oder per Postkarte an Frank Satow, Eckemekerstraße 36, 31134 Hildesheim, bei der gbg eingereicht werden. Eine Jury aus Ortsrat, gbg und Drispenstedter Gewerbetreibenden soll die Vorschläge am Ende sichten und den Gewinner oder die Gewinnerin auswählen. Er oder sie erhält 1000 Euro.

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