Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Inzidenz fällt massiv – aber zwei weitere Todesfälle

Kreis Hildesheim - Der Kennwert für den Landkreis Hildesheim geht auf 2096 zurück – aus einem eindeutigen Grund. Landesweit geht die Entwicklung aber in die andere Richtung.

Die Corona-Inzidenz im Kreis Hildesheim ist am Freitag deutlich zurückgegangen. Foto: Werner Kaiser (Archiv)

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Freitag erheblich zurückgegangen. Sie fiel von 2282 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag nunmehr auf 2096, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen meldete. Der wesentliche Faktor dafür: Der Tag mit den bislang meisten neuen Fällen an einem einzigen Tag fiel aus der Wertung. Allerdings meldete der Landkreis schon wieder zwei Corona-Todesfälle. Eine 82-jährige Frau und ein 88-jähriger Mann starben an den Folgen ihrer Cotrona-Infektionen.

Das Hildesheimer Gesundheitsamt meldete dem RKI am Donnerstag 1010 Neuinfektionen. Dabei entfielen genau 1000 neue Fälle auf den Donnerstag, hinzu kamen zehn Nachmeldungen für Vortage. Zugleich fielen aber 1524 Fälle von Donnerstag vergangener Woche aus der Wertung. Dennoch haben sich weiterhin binnen einer Woche mehr als zwei Prozent der Bevölkerung infiziert. Oder in absoluten Zahlen: 5773 Menschen. Da die Isolationszeit mindestens sieben Tage beträgt, sind noch mehr Einwohner aktuell in Quarantäne.

Wolfenbüttel in der Krise

Bundesweit stiegen die Zahlen am Freitag minimal. Der nationale Inzidenzwert erhöhte sich ganz leicht von 1752 auf 1756 und damit auf einen weiteren höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie. Weitaus deutlicher stieg die Inzidenz einmal mehr in Niedersachsen: Der Kennwert für das Bundesland kletterte erstmals über 2000 – von 1951 auf 2011.

In der Region Hannover ging die Inzidenz wie in Hildesheim merklich zurück, von 2109 auf 2031. Im Landkreis Wolfenbüttel setzte sich hingegen die desaströse Entwicklung der vergangenen Tage fort. Der Kreis, der weniger als halb so viele Einwohner hat wie der Kreis Hildesheim, verzeichnete am Donnerstag eine Rekordzahl von 1010 Neuinfektionen – die Inzidenz stieg explosionsartig von 2098 auf 2724. Anfang der Woche hatte sie nur knapp über 1100 gelegen.

Holzminden korrigiert Daten

Die Entwicklung in den weiteren Hildesheimer Nachbarkreisen im Einzelnen – Landkreis Peine: 2261 statt 2154. Landkreis Hameln-Pyrmont: 2168 statt 2279. Landkreis Holzminden: 2246 statt 1796 (Meldefehler korrigiert). Landkreis Goslar: 1868 statt 1746. Landkreis Northeim: 2322 statt 2262. Stadt Salzgitter: 1711 statt 1756.

Den bundesweit höchsten Inzidenzwert hat weiter der Landkreis Nordhausen in Thüringen (3432 statt 3471) vor dem Landkreis Hof in Bayern (3362) und dem Landkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt (3337 statt 3351).

Mehr im Krankenhaus

Mit Niedersachsen weisen nun weiterhin sechs Bundesländer Inzidenzwerte über 2000 auf – Sachsen-Anhalt fiel unterdessen aus dieser Gruppe heraus. Den höchsten Kennwert hat weiter Mecklenburg-Vorpommern (2403 statt 2423). Dahinter folgt das Saarland (2233 statt 2283) vor Bayern (unverändert 2200), Thüringen (2171 statt 2172) und Sachsen (2117 statt 2182).

Die Hospitalisierungs-Rate in Niedersachsen blieb am Freitag stabil bei 16,2. Die Zahl zeigt auf, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen sind, umgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Weniger Intensivpatienten

Der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen blieb am Freitag stabil bei 6,9 Prozent. Im Landkreis Hildesheim wurden am Donnerstagmorgen zehn (Vortag: 13) Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt. weiterhin drei von ihnen mussten beatmet werden.

Den höchsten Anteil an Corona-Patienten auf den Intensivstationen hat laut DIVI-Intensivregister nun das Saarland mit 14,6 vor Sachsen mit 14,1 und Bayern mit 13,8 Prozent. Die niedrigste Corona-Intensivquote hat weiter Schleswig-Holstein.

Auf dem Höhepunkt der Delta-Welle im Dezember gab es in einigen Bundesländern Quoten zwischen 30 und 40 Prozent.

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.