Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Sonntag wieder etwas angestiegen, liegt aber weiter deutlich unter dem ersten Grenzwert. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Kennwert von 6,2. Am Vortag waren es noch 4,4 gewesen. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Hildesheim 16 neue laborbestätigte Fälle.
Bundes- und landesweit stiegen die Inzidenzen indes weiter, vor allem der Durchschnittswert für Niedersachsen machte einen Sprung nach oben und überholte den nationalen Mittelwert. Der Bundes-Schnitt kletterte von 9,4 auf 10,0, der Landes-Schnitt von 8,8 auf 10,2.
Erneuter Anstieg in Hannover
In fast allen Hildesheimer Nachbarkreisen stiegen die Inzidenzwerte. In der Region Hannover gab es einen spürbaren Anstieg des Kennwerts von 14,9 auf 18,8. Im Landkreis Peine kletterte die Inzidenz von 6,7 auf 11,1 und damit erstmals wieder über 10,0. Bleibt das insgesamt drei Tage hintereinander so, greifen wieder etwas schärfere Corona-Regeln, wie sie in der Region Hannover bereits seit Donnerstag gelten.
Zwei weitere Nachbarkreise Hildesheims liegen ebenfalls über 10,0. In Salzgitter stieg die Inzidenz noch einmal leicht von 17,3 auf 18,2, in Holzminden liegt sie weiter bei 12,8. Bleibt die Inzidenz dort am Montag auch über 10,0, werden die Regeln verschärft. Im Kreis Wolfenbüttel liegt die Inzidenz weiter bei 9,2. Im Kreis Hameln-Pyrmont sank sie wieder leicht von 4,7 auf 5,4, im Landkreis Northeim blieb sie bei 2,3 und im Kreis Goslar bei 0,7.
Ostdeutsche mit besten Werten
Mit Wittmund hat nur noch ein Landkreis in Niedersachsen eine Inzidenz von 0,0. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz mit nun 63,0 und einem deutlichen Abstand.
Auffällig: Die ostdeutschen Bundesländer, von denen zumindest einige wie Thüringen und Sachsen lange die höchsten Inzidenzwerte hatten, stehen aktuell am besten da. Die niedrigsten Kennwerte in Deutschland haben in dieser Reihenfolge Sachsen-Anhalt (3,1), Mecklenburg-Vorpommern (3,4), Sachsen (3,5), Thüringen (3,7) und Brandenburg (5,5). Eine große Rolle dürfte dabei spielen, dass die Inzidenzwerte auch in den tschechischen und polnischen Grenzregionen, ganz anders als noch vor einigen Monaten, derzeit sehr niedrig sind.
