Sorsum - Jeden Tag veröffentlicht die Hildesheimer Allgemeine Zeitung ein Foto des Tages. Haben Sie auch einen ganz besonderen Schnappschuss gemacht? Dann senden Sie uns das Bild mit dem Betreff „Hingucker“ an redaktion@hildesheimer-allgemeine.de.
Meist krabbeln oder fressen sie, doch manchmal heben sie auch ab. Dann sind die dicken Brummer auch gut zu hören. Die Rede ist nicht etwa von Hummeln, sondern von Maikäfern. In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Jahre, in denen es besonders viele von ihnen gab. Teilweise war sogar von einer Plage die Rede, weshalb die Käfer früher aktiv eingesammelt wurden. Dabei ist der Käfer selbst kein großes Problem. Selbst wenn viele von ihnen sich an den Blättern der Bäume zu schaffen machen, können sich die Pflanzen davon gut erholen. Denn meist ist der Spuk im Juni bereits wieder vorbei, wenn die Käfer ihre Eier gelegt haben und sterben. Probleme bereiten eher die Larven. Sie werden Engerlinge genannt und leben mehrere Jahre im Boden, bevor aus ihnen die dicken Brummer mit den typischen weißen Dreiecken auf dem schwarzen Hinterleib werden. Im Boden frisst der Nachwuchs vor allem Wurzeln und schaden damit den Pflanzen. Doch die Natur probiert das Problem selbst zu beheben und den Bestand der Käfer und damit auch der Larven zu regulieren. Denn wenn es mehr Käfer gibt, vermehren sich auch ihre Fressfeinde stärker. Und so sorgen Vögel, Fledermäuse und Co. dafür, dass es in den Folgejahren wieder deutlich weniger Käfer gibt. Neben ihren natürlichen Feinden warten aber auch noch andere Gefahren auf die saisonalen Insekten: Manche fallen ins Wasser und ertrinken. Der Käfer, der in einer Regentonne in Sorsum gelandet ist, hatte aber Glück. Er wurde rechtzeitig entdeckt und gerettet. Und während er trocknete und sich von den Strapazen erholte, hat Sabine Ossenkopp noch schnell ein Erinnerungsfoto gemacht.
Alle Hingucker auf einen Blick.
