Hippe plant Millionen-Investition

Titel:  Beschreibung: Zufrieden mit der Hannover Messe – und voller Pläne für Investitionen in Hildesheim: Michael Hippe.
Zufrieden mit der Hannover Messe – und voller Pläne für Investitionen in Hildesheim: Michael Hippe.

Von Tarek Abu Ajamieh

Hildesheim/Hannover. Der Hildesheimer Kunststoff-Hersteller Hippe plant eine Großinvestition an seinem Standort im Bavenstedter Gewerbegebiet. Das hat Eigentümer Michael Hippe jetzt auf der Hannover Messe gegenüber der HAZ angekündigt. Voraussichtlich nach Ostern würden Verträge für die Anschaffung von sechs neuen Maschinen unterzeichnet, zudem will das Unternehmen bei der Messtechnik deutlich aufrüsten. Insgesamt will Hippe rund 2,5 Millionen Euro in seine Produktionsstätte stecken, in der rund 100 Mitarbeiter ihrem Job nachgehen. Noch einmal so viele Beschäftigte hat Hippe im brandenburgischen Spremberg.

Die neuen Anlagen - Lieferzeit drei bis vier Monate – sollen ab Spätsommer oder Herbst Geräte ersetzen, die selbst erst knapp zehn Jahre alt sind, sagte Hippe: „Es geht vor allem darum, in der Produktion schneller und digitaler zu werden, das ist die Anforderung des Marktes.“ Das gelte auch für die Messtechnik: „Was vorher in einigen Minuten vermessen wurde, lässt sich dann binnen Sekunden analysieren.“ Parallel dazu suche Hippe weiter nach gut ausgebildeten Mitarbeitern – und bilde auch selbst aus. Drei gewerbliche und ein kaufmännischer Auszubildender starteten im Sommer, in dieser Woche besuchten sie auf Hippes Einladung bereits den Messestand des Hildesheimer Unternehmens.

Das taten auch viele Vertreter von Firmen, mit denen Hippe Geschäfte macht. Die Firma war in dieser Woche das einzige Hildesheimer Unternehmen auf der Industriemesse – ansonsten waren aus dem Landkreis noch Pantron Instruments aus Bad Salzdetfurth und die Metallgießerei Funke aus Alfeld-Röllinghausen dabei. Eine Premiere – und eine Entwicklung, die Hippe bedauert: „Sicher hat jeder seine Gründe, aber trotzdem hoffe ich, dass wir nicht dauerhaft der letzte Hildesheimer Mohikaner auf der Messe sind.“ Sein Unternehmen werde der Veranstaltung jedenfalls treu bleiben. „Wir hatten hervorragende, auch tiefgehende Gespräche mit vielen Geschäftspartnern“, berichtet der Firmeninhaber, der wie in den vergangenen Jahren an allen Messetagen selbst auf dem Stand war. „Das ist für uns sehr wertvoll, der Besuch hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt. Die Entscheidung war goldrichtig.“ Für den Unternehmer hat das Ganze auch eine persönliche Note: „Ich war schon als Junge mit meinem Vater hier auf der Messe, das prägt vielleicht auch.“

Mag er die Messe anders beurteilen als viele andere Hildesheimer Betriebe – in einer anderen Frage plagen ihn ganz ähnliche Sorgen: Der vielzitierte Fachkräftemangel ist für Hippe ein ganz reales Problem. „Wir würden noch mehr Mitarbeiter einstellen, wenn wir denn geeignete Bewerber finden würden“, sagt er. Bei den Auszubildenden könne er sich eigentlich nicht beklagen. Zwar gebe es nicht mehr so viele Kandidaten wie früher – doch unter den Bewerbern ließen sich aus seiner Sicht gute Azubis – Hippe bildet gewerblich und kaufmännisch aus – finden.

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