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453 Jahre nach der Einführung der Reformation in Hildesheim wurde 1995 auf dem südlichen Andreasplatz das von Ulrich Henn gestaltete Bugenhagen-Denkmal eingeweiht. Eine sieben Meter hohe Bronzestele erinnert dort seither samt Brunnen an Luthers treuen Gefolgsmann und die erste evangelische Predigt in St. Andreas am 1. September 1542.
Dabei empfand der Künstler aus der Eifel den Moment des eigentlichen Aufbaus als „schrecklichen Moment“. Ob tatsächlich alles so funktioniere, wie im heimischen Atelier ersonnen, bliebe bis zum Schluss unsicher, die Ergebnisse des Fertigungsprozesses in der Glockengießerei in Münster ein weiterer unkalkulierbarer Aspekt. Bei der Montage der einzelnen Bauteile vor den kritischen Augen der Hildesheimer Öffentlichkeit Ende Mai 1995 kam Ulrich Henn sich dann vor, „als ob man nackt über den Marktplatz läuft.“
Bei der Einweihung des Kunstwerkes am Pfingstsonntag 1995 waren aber alle Beteiligten hochzufrieden, auch wenn Petrus reichlich zusätzliches Brunnenwasser als Dauerregen vom Himmel fließen ließ. Ulrich Henn freute sich besonders über die reibungslos funktionierende Brunnentechnik: „Ein Brunnen muss laufen, um zu leben!“ In dieser Hinsicht hat die Firma KFS Springbrunnentechnik Anlagenbau GmbH aus Detmold offenbar vorbildliche Arbeit geleistet, denn auch 31 Jahre später sprudelt immer noch fröhlich kühles Nass ins Becken, ohne die geringsten Anzeichen von Materialermüdung oder gar undichten Leitungen, die sonst bei Hildesheimer Brunnen so oft zu beklagen sind.
