Historisches Foto

Historischer Hingucker: Jahrelang Hildesheims prominentestes Gerippe – heute ein Wahrzeichen

Hildesheim - Hildesheims Andreaskirche hat den höchsten Kirchturm Niedersachsens, doch nach dem Weltkrieg war lange Zeit überhaupt nicht klar, ob die Kirche wieder aufgebaut wird.

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Vor mehr als 600 Jahren begann ihr Bau und heute ist sie eines der Wahrzeichen der Stadt – und nicht wenige Touristen, die die Hildesheimer Andreaskirche besuchen, halten sie sogar für den Dom. Dass man sie heute wieder bewundern kann, ist jedoch alles andere als selbstverständlich, denn beim Bombenangriff vom 22. März 1945 wurde die Kirche fast vollständig zerstört, nur Teile der Außenmauern des Kirchenschiffes und des Turmes blieben stehen. Und das blieb auch noch einige Jahre so, wie die historische Aufnahme von 1951 beweist. (Bild anklicken, um es in voller Größe zu sehen)

Zunächst blieb das Gelände rund um St. Andreas ein Trümmerfeld, das einige Jungs immer wieder gern als Abenteuerspielplatz nutzten, mitunter aber auch für ein wenig Ordnung sorgten, indem sie ein paar der kleineren Steine beiseiteschafften, aber vor allem auch das Unkraut entfernten, das zwischen den Trümmern wuchs. Die Andreaskirche war von den Bomben so schwer getroffen, dass in der ersten Nachkriegszeit kaum jemand einen Wiederaufbau für möglich hielt.

Und doch entschloss man sich schließlich, es mit dem Wiederaufbau z u probieren. Allerdings prägte die ausgebrannte Ruine rund zwei Jahrzehnte lang die Silhouette der Stadt, denn es dauerte bis 1965, bis der Wiederaufbau abgeschlossen war. Und als das Portal im Beisein von rund 2000 Menschen sich wieder öffnete und man von hier aus zum ersten Mal in die wieder aufgebaute Andreaskirche blicken konnte, da war klar: Das ist alles andere als selbstverständlich: Da war aus einem Trümmerfeld etwas erwachsen, das richtig groß war. Das Hoffnung war, ein leises Wunder.