Hildesheim - Kopfsteinpflaster, geöffnete Sprossenfenster, ein Werbeschild für Bestattungen und Überführungen: Der Brühl der 60er-Jahre wirkt auf dieser Aufnahme tatsächlich wie ein stiller Winkel – und genau so hieß damals auch die Gaststätte, deren Ausleger auf halber Höhe des Straßenzugs in die Gasse ragt. Dabei ist das Haus Nr. 27 eigentlich für einen anderen Namen bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts entschied sich Schankwirt Carl Esperstädt als einer der wenigen im Viertel gegen das alte Gebälk und ließ seine Gaststätte „Zu den drei Kronen“ abreißen; an ihre Stelle trat ein roter Klinkerbau, der in der von Fachwerk geprägten Straße sofort ins Auge springt und dem Lokal den Namen „Zur Roten Nase“ eingebracht haben dürfte.
In den 20er-Jahren machte Hans Bode daraus ein Restaurant samt eigener Werbepostkarten, nach dem Krieg übernahm Arno Kern und taufte das Haus in „Im stillen Winkel“ um. Erst Anfang der 70er-Jahre kehrten Ingeborg und Armin Voigt zum alten Namen zurück – und schrieben das schillerndste Kapitel: Die Rote Nase wurde zum Stammlokal von Ärzten, Juristen, Politik und Verwaltung. Dass der Straßenzug überhaupt noch steht, verdankt er seiner Lage: Während die Innenstadt 1945 in Trümmer fiel, blieb das Viertel verschont.
Anleitung zum Puzzle
Um direkt mit dem Puzzle loszulegen, klicken Sie „Okay“. Alternativ können Sie mit dem Raster-Symbol die Zahl der Puzzleteile anpassen (weniger oder mehr), mit dem gedrehten Pfeil die Puzzleteile drehen (was bei den HAZ-Puzzles nicht nötig ist) oder mit der Farbpalette die Hintergrundfarbe ändern.
Während des Puzzles können Sie die einzelnen Teile mit der Maus oder mit Ihrem Finger greifen und sie zusammensetzen. Wenn Puzzleteile passen, rasten sie miteinander ein. Über die drei Balken in der oberen Navigationsleiste (Symbol ganz links) können Sie sich erneut ein Menü aufrufen („Modify this puzzle“) oder den Ton ausstellen („Mute“). Über das Symbol des gepunkteten Rahmens können Sie sich nur die Randteile anzeigen lassen (drittes Symbol von links).