Hildesheim - Die Modekette H&M schließt ihre Filiale an der Hildesheimer Fußgängerzone bereits Ende November/Anfang Dezember und damit etwas früher als erwartet. Das erklärte eine Sprecherin des Unternehmens auf HAZ-Nachfrage. Bislang hatte der Konzern angekündigt, die Niederlassung „zum Ende des Jahres“ aufzugeben.
Nun sieht es so aus, als würde das Weihnachtsgeschäft bereits an an der Filiale vorbeigehen. Allerdings unterhält H&M noch ein weiteres Geschäft in der Arneken Galerie – was auch ein Hauptgrund für den Rückzug aus dem Hohen Weg ist.
Zwei Geschäfte lohnen nicht
Die dortige Filiale betreibt H&M seit 2008. Auf vier Etagen verteilt können die Kunden dort nach Kleidungsstücken suchen, insgesamt bringt es der Standort auf 2100 Quadratmeter Verkaufsfläche. Seit der Eröffnung der Arneken Galerie gab es allerdings immer wieder Spekulationen, dass H&M die Fußgängerzone verlassen könnte – weil zwei Geschäfte in so geringem Abstand sich nicht lohnen würden.
Tatsächlich erfüllte die Modekette aber ihren bis Ende 2018 abgeschlossenen Mietvertrag – und nicht nur das. Nachdem der langjährige Hauseigentümer, die Kapitalgesellschaft Aachener Grundvermögen, die Immobilie im Hohen Weg Mitte vergangenen Jahres verkauft hatte, einigte sich H&M mit dem neuen Besitzer darauf, noch ein Jahr länger im Gebäude zu bleiben.
Nachfolger noch unbekannt
Ob dafür wesentlich andere Konditionen vereinbart wurden als vorher, ist nicht bekannt. Allerdings auch nicht unwahrscheinlich, denn wie kürzlich berichtet sind die Ladenmieten in der Hildesheimer Innenstadt zuletzt gesunken. H&M äußert sich nicht zu den Hintergründen. Eine Sprecherin hatte im Frühjahr allerdings erklärt, die „Kundenströme“ in der Branche würden sich mitunter sehr schnell ändern – weshalb die Unternehmen oft auch „kurzfristige Standort-Entscheidungen“ träfen.
Der neue Hauseigentümer ist bislang nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Sicher ist aber, dass es keine weitere Verlängerung geben soll. H&M will in der Fußgängerzone noch vor Beginn der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts das Feld räumen. Ob bereits ein Nachfolger in den Startlöchern steht, ist nicht bekannt. In den vergangenen Jahren gab es in den Ladengeschäften im oberen Teil der Fußgängerzone einige Bewegung und auch größere Investitionen einzelner Eigentümer.
