Alfeld - Die Hochwasserlage an der Leine entspannt sich, dagegen bleibt die Situation an ihren Nebenflüssen weiter angespannt. Vor allem die Warne betrachtet Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen (SPD) mit Sorge. „Dort ist die Lage hochgradig kritisch“, sagte der Verwaltungschef am Dienstagvormittag.
So seien die Wasserstände in den Regenwasserrückhaltebecken am Bollhasen und Wehmegrund bei Sack zuletzt wieder um etwa zehn Zentimeter gestiegen. „Beide Becken führen das Wasser nach wie vor über den technischen Notabfluss ab“, so Beushausen.
Starker Regen angesagt
Sorgen bereiten dem Bürgermeister vor allem die angekündigten Niederschläge bis Donnerstag. Dort werden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zwischen 60 und 80 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Mit zwölf bis 24 Stunden Verspätung könnte das Wasser aus den Sieben Bergen dann in die Rückhaltebecken fließen. „Die Sperranlagen am Antonianger bleiben dort bis mindestens Sonntag stehen“, kündigte Beushausen an. Am Montagvormittag werde dann entschieden, ob sie abgebaut werden können. „Die Situation an der Warne ist weiterhin kritisch“, sagt Beushausen und will nicht von einer „Entspannung“ der Lage dort sprechen.
Die hat es allerdings in den zurückliegenden Tagen an der Leine gegeben. Dort ist das Wasser deutlich sichtbar zurückgegangen. An manchen Stellen sind wieder grüne Flächen in der Seenlandschaft erkennbar. „Die Situation an der Leine entspannt sich auf hohem Niveau“, so der Alfelder Verwaltungschef. Diese Sichtweise bestätigt auch die täglich von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Hildesheim herausgegebenen Abflusslage zur Situation an Innerste und Leine.
Von Thomas Jahns
