Überschwemmungen

Hochwasser-Lage im Kreis Hildesheim am Samstagabend: Pegel sinken nach Tageshochständen wieder

Kreis Hildesheim - Die Leine hat doch keinen neuen Höchststand erreicht. Nach angespannten Stunden sinken die Pegel von Innerste und Leine wieder.

Blick am Samstag auf Schloss Marienburg über de Wassermassen. Foto: Julia Moras

Kreis Hildesheim - Die Hochwasser-Lage im Landkreis Hildesheim bleibt angespannt. Im Laufe des Samstags stiegen einige Pegelstände zwischenzeitlich wieder – zum Teil auf sehr hohe Stände. Am Abend allerdings deuten alle Prognosen auf vorerst sinkende Pegel und leerere Rückhaltebecken hin. Die Lage im Einzelnen:

Zuspitzung und Entspannung an der Leine

Leine: Am frühen Samstagmorgen hatte der Pegel bei Poppenburg fast die Höchstmarke der aktuellen Hochwasser-Lage von der Nacht auf Donnerstag überschritten: damals 4,42 Meter. Stattdessen erreichte der Messwert einen vorläufigen Zenit von 4,38 Metern und sinkt seitdem. Laut Prognose des NLWKN wird das voraussichtlich auch den ganzen Sonntag über so bleiben. Um 18 Uhr liegt der Pegel bei 4,25 Metern, so niedrig wie zuletzt am ersten Weihnachtsfeiertag. Ein Ende der Meldestufe drei scheint allerdings noch nicht in Sicht.

Staubecken und Zuflüsse: Der Wasserstand im Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden sinkt weiter – wie er es seit Donnerstagfrüh kontinuierlich tut. Aktuell ist das Becken zu knapp 73 Prozent gefüllt (Stand 16 Uhr). Der Durchfluss liegt seit ungefähr Freitagmittag im Bereich um 200 Kubikmeter pro Sekunde.

Die Lage am wichtigsten Leinezufluss in Südniedersachsen, der Rhume, ist im Laufe des Samstags entspannter geworden. Laut NLWKN-Prognose gibt es eine realistische Chance, dass der Pegel in Elvershausen am Sonntag unter Meldestufe 1 fällt.

Tageshöchststände an der Innerste

Innerste: Am Innerste-Pegel in Heinde gab es am Samstag einiges an Bewegung. Nachdem er am Freitag schon fast unter die Meldestufe 2 gefallen war, kletterte er bis Samstag 15 Uhr um 66 Zentimeter auf einen Tageshöchststand von 5,05 Meter. Dabei blieb der Pegel zwischen den Meldestufen 2 und 3. Um 18.15 Uhr liegt er bei 4,97 Meter – soll laut Prognose aber erst einmal auch wieder fallen.

Talsperre und Zuflüsse: Die Innerste-Talsperre ist aktuell zu knapp 92 Prozent gefüllt (Stand 18 Uhr) – wie zuletzt am frühen Morgen des ersten Weihnachtstages. Der Durchfluss liegt seit Freitagvormittag kaum verändert bei rund 20 Kubikmeter pro Sekunde.

Der Pegel der Nette in Groß Rhüden ist um kurz vor Mitternacht in der Nacht auf Samstag wieder über die Meldestufe 1 gestiegen und erreichte am frühen Samstagmorgen einen Tageshöchststand von 2,39 Meter. Im Laufe des Tages fiel der Pegel aber wieder auf aktuell 2,10 Meter (Stand 18.30 Uhr). Die Meldestufe 1 liegt bei 2 Metern.

Ähnliches wie an der Nette konnte man auch an der Lamme beobachten. Auch dort gab es am frühen Samstagmorgen einen Tageshöchststand mit anschließendem Pegelabfall. Derzeit (Stand 18.15 Uhr) liegt der Pegel bei Bad Salzdetfurth bei 2,15 Metern.

Gute Wetterprognose

Hoffnung macht die Wetterprognose, auf die sich die Untere Wasserbehörde des Landkreises stützt: „Für den Rest des heutigen Samstags und auch den morgigen Silvester-Sonntag sind nach derzeitigen Vorhersagen keine hochwasserrelevanten Niederschläge zu erwarten.“

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