Blumenkränze und Häkelspitze

Hochzeitsmesse Hildesheim: Ob retro oder klassisch – die Planung einer Traumhochzeit dauert lange

Hildesheim - Auf der Hildesheimer Hochzeitsmesse in der Halle 39 gab es einiges zu sehen. Ausstatter und Dienstleister sprechen über die Trends der kommenden Hochzeitssaison.

Natascha Borchardt präsentiert auf der Hildesheimer Hochzeitsmesse ihre Ringkissen aus Jute. Foto: Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Blumenkränze, Kleider in Häkelspitze oder Cakepops – auf der Hildesheimer Hochzeitsmesse der Event Werft liegen die Trends im Mittelpunkt. Damit der Anspruch an den „schönsten Tag im Leben“ auch erfüllt wird, müssen Inspirationen gesucht, ein Ort und vor allem ein Brautkleid gefunden werden. Mehr als 50 Aussteller helfen den Besuchern am Sonntag dabei, in der Halle 39 jedes Detail ihres „schönsten Tages“ zu planen – und dabei modern zu sein.

Vintage und Bohemian als Zauberworte

Planung ist aber nicht alles. Zu einer Hochzeit gehört allem voran viel Zeit. Denn Ausstatter und Dienstleister sind meist schon mehrere Monate bis zu einem Jahr im Voraus ausgebucht. So auch Christina Frohnmüller von der Blumenwerkstatt. „Ich biete nicht nur Blumendekoration und -schmuck zum Verkauf und Verleih an, sondern gebe auch Workshops“, erklärt die Inhaberin. Wer an seinem Junggesellinnenabschied gegen Abend einen Blumenkranz binden möchte, um danach damit um die Häuser zu ziehen, sollte schon ein Jahr im Voraus bei Frohnmüller anfragen. Gerade Blumenkränze, aber auch sogenannte Loops – also Deko-Reifen, die mit Blumen geschmückt werden – liegen im Trend, so Frohnmüller. „Pampasgras, Eukalyptus und Schleierkraut sind dabei beliebt“, erklärt sie. Vintage und Bohemian lauten die Zauberworte, nach denen sich der Trend richtet. Alles soll ein bisschen retro und rustikaler wirken.

Keine Hochzeit ohne Candybar

„Das trifft auch auf die Hochzeitsfotos zu“, bestätigt Fotografin Nadine Marquardt. Sie ist schon seit mindestens zwölf Jahren auf der Hildesheimer Hochzeitsmesse Ausstellerin, sagt sie. „Die Farben auf Fotos sollen nicht mehr so knallig und frisch aussehen. Eher etwas farbloser, wie mit einem Bearbeitungsfilter von Instagram“, erklärt Marquardt. Damit wirken die Bilder so, als hätte man ihnen etwas Farbe entzogen.

Auch ein paar Schritte weiter, am Stand der „NaschBar“, findet sich wieder etwas, das rustikal aussieht. Simone Biermann verleiht gemeinsam mit ihren Töchtern Michelle und Romina einen Wagen, eine Box und eine Leiter, auf denen Süßigkeiten bereitgestellt werden. „Candybars sind seit Jahren schon modern“, erklärt Romina Biermann. Mittlerweile sei das ein sogenanntes Musthave auf jeder Hochzeit. Also etwas, was auf keinen Fall fehlen darf. „Von süß, salzig bis sauer haben wir alles da. Die Kunden können sich aber auch unseren Do-it-yourself-Wagen ausleihen und ihn selbst mit Süßigkeiten bestücken“, erklärt Romina Biermann. Der Wagen an sich ist aus dunklem Holz – rustikal und vintage eben. Aber auch für Geburtstags- oder Babypartys, sowie für Junggesellinnenabschiede werde die NaschBar oft gebucht. Drei Monate muss man mindestens im Voraus anfragen, sonst kommt man zu spät.

Ringkissen aus „guter Jute“

Wesentlich schneller geht es dafür bei Natascha Borchardt. Sie stellt seit einem halben Jahr per Hand Tischsets, Serviettenringe, Tischläufer und Ringkissen aus Jute her. „Die gute Jute“ hat eine Lieferzeit von etwa zwei Wochen, erklärt Borchardt. „Der Renner sind die Ringkissen“, erklärt die Mutter zweier Kinder. Jedes Teil kann individuell gestaltet und verziert werden. Kleine Blümchen oder Schleifen sind so auf manchem Kissen zu finden.

Individuell lautet auch das Stichwort beim Trend für Trauringe und -reden. „Trauringkurse werden immer öfter gebucht“, erklärt Nadine Feldmann von der Goldschmiede Arnold. Dabei hat das zukünftige Ehepaar die Möglichkeit, sich gegenseitig die Ringe zu formen und zu gestalten. „So ein Kurs geht dann acht Stunden“, sagt Feldmann. Und auch der sollte früh genug gebucht werden. Denn die Trauringe, empfiehlt Feldmann, sollten mindestens einen Monat vor der Hochzeit fertig sein. So könne man noch reagieren, wenn der Ring nicht gefällt.

Freie Trauungen im Trend

Christian Nolte beobachtet, dass sich immer mehr Paare für eine sogenannte freie Trauung entscheiden. „Die kirchliche Hochzeit ist zwar weiterhin beliebt. Aber die Menschen mögen es auch, im Freundeskreis ganz frei zu feiern“, meint Nolte, der als Redner für freie Hochzeiten gebucht werden kann. Vor allem die Sommermonate seien zum Heiraten beliebt. Deshalb müssen Paare auch hier mindestens ein Jahr im Voraus anfragen.

Vintage und Bohemian sind die Wörter der Stunde, gepaart mit Individualität und Liebe zum Detail. Wer eine moderne Traumhochzeit feiern will, sollte also auf diese Trends setzen und viel Zeit dafür einplanen.

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