Badestelle

Hohenhamelner Pfannteich jetzt mit Badeaufsicht – zumindest zeitweise

Hohenhameln - Der Pfannteich wurde vom Freibad zur einfachen Badestelle degradiert – ohne Eintritt, aber auch ohne Attraktionen wie Rutsche und Sprungturm. Nun gibt es zumindest zeitweise wieder eine Aufsicht.

Peter Lindemann (links) und Bürgermeister Uwe Semper freuen sich auf die Zusammenarbeit. Foto: Mellanie Caglar

Hohenhameln - Peter Lindemann ist der Neue am Pfannteich in Hohenhameln. Denn er ist vorerst bis zum Ende der Saison am 30. September für die Wasseraufsicht verantwortlich. Temporär ist der 55-Jährige an der Badestelle anzutreffen – gut erkennbar an seinem knallroten T-Shirt.

Ab der Mittagszeit und vor allem bei schönem Wetter steht er am Strand und behält aufmerksam die Wasserfläche im Auge, um bei Gefahr im Verzug einzuschreiten. Zudem achtet er darauf, dass niemand den gesperrten Sprungturm erklettert, und steht Badegästen zur Seite, wenn sie beispielsweise ein Pflaster benötigen, oder wenn Jugendliche über die Stränge schlagen.

Stelle sechs Wochen vor Saisonende besetzt

Der Gemeinderat hatte in seiner Dezember-Sitzung nicht nur den Abriss des Sprungturms beschlossen, sondern auch Gemeindebürgermeister Uwe Semper aufgetragen, eine Aufsicht für die Badestelle zu suchen. Ab März schrieb die Gemeinde die Aufgabe am Strand unter anderem bei der Arbeitsagentur und auf ihrer Website aus.

Mehrere Monate tat sich nichts – bis Semper Anfang August einen Hinweis auf einen potenziellen Kandidaten bekam. Mitte August und somit etwa sechs Wochen vor Saisonende trat Lindemann seinen neuen Aufgabenbereich an. Der Zeitpunkt liegt zum einen daran, dass der Haushalt erst seit Mitte Juli rechtskräftig ist, erklärt Semper. Ein weiterer Grund ist der schwierige Arbeitsmarkt.

Aufsicht ist freiwillige Leistung der Gemeinde

Der Gemeindebürgermeister weist ausdrücklich darauf hin, dass für eine Badestelle, wie es der Pfannteich seit der vergangenen Saison ist, keine Wasseraufsicht vorgeschrieben und der Schritt der Gemeinde eine freiwillige Leistung ist. Für eine Badestelle zahlen Besucher keinen Eintritt, sie müssen aber auf „Badattraktionen“ verzichten. Daher ist der Sprungturm gesperrt. Außerdem wurden Rutschen und Sprungbretter abgebaut. Grund dafür ist ein im Auftrag der Gemeinde erstelltes Gutachten, demzufolge unter den bislang gegebenen Bedingungen kein rechtskonformer Badbetrieb möglich ist. Bemängelt wurde unter anderem die für den Sprungturm zu geringe Wassertiefe.

Nach der Saison will sich Lindemann, der gelernter Fachangestellter für Bäderbetriebe ist und Erfahrung als Betriebsleiter eines Freibads besitzt, mit der Gemeinde zusammensetzen. Er ist vorsichtig, eine Prognose für 2025 abzugeben und betont: „Wir werden sicher irgendeine Lösungsform finden.“ Aufgrund seiner Qualifikation könnte Lindemann bei jüngeren Pfannteich-Besuchern das Seepferdchen abnehmen. Beim Thema Schwimmunterricht und Tauchen verweist er auf die fortgeschrittene Saison und auf das trübe Wasser des Teiches.

Von Mellanie Caglar

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