Keirin-Wettbewerb

Medaille verpasst: Emma Hinze aus Hildesheim wird im Olympia-Finale Fünfte

Paris/Hildesheim - Es hat nicht zu einer Medaille gereicht für die Hildesheimer Bahnrad-Sprinterin Emma Hinze. Im olympischen Keirin-Finale wurde sie Fünfte.

Enttäuscht: Die Hildesheimer Bahnradfahrerin Emma Hinze mit Bundestrainer Jan van Eijden. Foto: Jan Woitas/dpa

Paris/Hildesheim - Emma Hinze trat bei Tempo 67 mit letzter Kraft in die Pedale, doch der Weg zur Medaille war für die Hildesheimerin zu weit. Der Traum von Edelmetall in den Einzel-Disziplinen bleibt für die achtmalige Weltmeisterin bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben weiter unerfüllt. Hinze musste sich im Velodrome von Saint-Quentin-en-Yvelines im Kampfsprint Keirin mit Platz fünf begnügen, für Teamkollegin Lea Sophie Friedrich war im Halbfinale Endstation.

Neuseeländerin siegt

Den Olympiasieg holte sich die Neuseeländerin Ellesse Andrews vor der Niederländerin Hetty van de Wouw und der Britin Emma Finucane. Damit bleibt Hinze und Friedrich, die zusammen mit Pauline Grabosch zum Auftakt im Teamsprint Bronze geholt hatten, nur noch die Königsdisziplin Sprint. Schon in Tokio hatte es für die beiden Ausnahmesprinterinnen nicht zu Edelmetall in Keirin und Sprint gereicht.

„Sie sind gut drauf. Beide haben das Potenzial, vorne reinzufahren. Eine Medaille ist das Ziel“, hatte sich Bundestrainer Jan van Eijden vor den entscheidenden Läufen optimistisch gezeigt. Doch es kam anders. Hinze war im Finale chancenlos. Friedrich hatte sich zuvor im Halbfinale einklemmen lassen und damit ihre Chancen verspielt.

Noch keine Einzel-Medaille

Damit warten die erfolgsverwöhnten Bahnradasse weiter auf die erste Einzel-Medaille seit dem legendären Sprint-Gold in Rio de Janeiro vor acht Jahren von Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel, die in diesen Tagen das Geschehen als ZDF-Expertin auf der Tribüne verfolgt.

Bei Hinze und Friedrich will es auf olympischer Bühne nicht so recht klappen. Seit Jahren dominiert das Duo bei den Weltmeisterschaften die Konkurrenz, speziell auch im Keirin. Friedrich hatte 2021 und 2022 den WM-Titel in dieser Disziplin gewonnen, im vergangenen Jahr reichte es bei den Titelkämpfen in Glasgow zu Platz drei. Hinze war bei der WM 2020 in Berlin zu Gold im Keirin gerast.

„Muss man anerkennen“

Schon im Teamsprint war der große Traum von Gold nach vier WM-Titeln in Serie jäh geplatzt. „Klar waren sie erstmal enttäuscht. Bronze bei Olympia zu gewinnen, ist aber ein Riesenerfolg. Man muss neidlos anerkennen, dass an dem Tag zwei Mannschaften schneller waren“, so van Eijden.

Von Thorsten Berner (mit dpa)

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