Polizei sucht Täter

Café del Sol: Polizei sucht nach nächtlichem Hubschraubereinsatz weiter nach Einbrechern

Hildesheim - Das sorgte in der Nacht für Aufsehen: Die Hildesheimer Polizei war mit sechs Fahrzeugen und einem Hubschrauber rund ums Café del Sol im Einsatz – dort wurde eingebrochen.

Ins Café del Sol am Berliner Kreisel in Hildesheim brachen in der Nacht Unbekannte ein. Foto: Kathi Flau

Hildesheim - Wie die Polizei meldet, kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einem Einbruch ins Café del Sol am Berliner Kreisel in Hildesheim. „Die Meldung erreichte uns gegen 3.27 Uhr über einen Sicherheitsdienst“, so ein Sprecher der Polizei am Morgen gegenüber der HAZ. Daraufhin seien die Beamten mit sechs Fahrzeugen zu dem Objekt gefahren, „auch ein Hubschrauber war vor Ort“.

Die Bemühungen, die Einbrecher noch auf frischer Tat zu ertappen, blieben zunächst erfolglos. „Sie waren über ein Fenster in das Gebäude eingestiegen, das sie gewaltsam geöffnet hatten“, so die Polizei. Obwohl die Beamten schon nach wenigen Minuten am Einsatzort war, seien die Unbekannten da aus dem Objekt bereits verschwunden gewesen, bestätigt auch Polizeisprecher Jan Makowski – wahrscheinlich, so die Vermutung, aufgrund der ausgelösten Alarmanlage. Gestohlen hatten sie offenbar nichts.

Gastro & Soul äußert sich zu dem Einbruch nicht

Das Unternehmen Gastro & Soul, das die Kette Café del Sol führt, will sich zu dem Vorfall nicht äußern, wie Geschäftsführer Martin Ernst gegenüber der HAZ sagt. Derzeit sortiere man sich noch, aber auch später werde es „kein Statement von uns dazu“ geben, so Ernst.

Die Polizei hat währenddessen die Ermittlungen aufgenommen und verfolgt die Spur der Täter weiter. Die sie wohl bereits gefasst hätte, wäre im Café ein sogenannter stiller Alarm ausgelöst worden – den registrieren zunächst nur der Sicherheitsdienst und im zweiten Schritt die Polizei, nicht aber die Täter selbst. „In so einem Fall ist die Chance natürlich höher, die Täter auf frischer Tat zu ertappen“, sagt Stefan Kühn, Chef des gleichnamigen Sicherheits-Unternehmens, das seine Kunden zum Beispiel zu Alarmanlagen berät und sie auch damit ausstattet.

Lautstärke ist auf Abbruch des Vorhabens gerichtet

Merken die Täter selbst nicht, dass sie bereits entdeckt worden sind, setzen sie den Einbruch oft in aller Ruhe fort und gehen der Polizei dann umso schneller ins Netz. „Ermittlungstechnisch können wir die Polizei verstehen“, sagt Kühn.

Aber auch eine laute Alarmanlage hat in seinen Augen ihre Vorteile: „Lautstärke ist immer auf den Abbruch des Vorhabens ausgerichtet. Das ist sinnvoll, denn jeder Einbruch verursacht ja Schaden. Am Haus, an Türen, Fenstern oder auch im Innenbereich. Diesen Schaden halte ich umso geringer, je früher ich die Täter unterbreche, indem ich das gesamte Umfeld auf die Tat aufmerksam mache.“ Man vertreibe sie also vom Tatort, statt sie in der Hoffnung auf eine schnelle Festnahme gewähren zu lassen.

Den Täter nicht noch zusätzlich unter Druck setzen

Ein stiller Alarm sei vor allem dort wichtig, so Kühn, wo Täter und Opfer in Kontakt kommen – etwa beim Überfall einer Bank. „Dann steht das Interesse im Vordergrund, den Täter nicht durch einen Alarm zusätzlich unter Druck oder Stress zu setzen und so möglicherweise die Opfer in Gefahr zu bringen.“ Es sei also immer Abwägungssache, wie man ein Gebäude sichere, so der Experte.

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