Sport und Coronavirus

Im Detail: die neuen Corona-Regeln für den Breitensport

Kreis Hildesheim - Es gab noch einige Änderungen gegenüber dem Entwurf der Landes-Verordnung sowie einige Klarstellungen. Vor allem im Freien ist vieles möglich. Die Übersicht.

Kinder und Jugendliche dürfen draußen wieder Fußball und andere Kontaktsportarten ausüben. Foto: Werner Kaiser (Archiv)

Kreis Hildesheim - Was ist beim Breitensport wieder möglich, was noch nicht? Da herrschte mit Blick auf die am Montag geltenden neuen Corona-Regeln für Landkreise in Niedersachsen noch einige Unklarheit. Übers Wochenende hat die Landesregierung auch noch einige Klarstellungen veröffentlicht.

Der Fokus liegt dabei vor allem auf Sport unter freiem Himmel. Bis zu 30 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren können draußen wieder Kontaktsport und damit auch Mannschaftssport betreiben. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt: Sind unter den Kindern und Jugendlichen drei Genesene, dürften folglich insgesamt 33 Kinder und Jugendliche teilnehmen.

Vorgabe: Schnelltest

Allerdings sollen die Gruppen sich nicht verändern, Fußball-Freundschaftsspiele zwischen Teams verschiedener Vereine wären demnach zum Beispiel nun doch nicht möglich.

Trainer oder Betreuer egal welchen Alters müssen einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest vorweisen können, seit mindestens 14 Tagen doppelt geimpft sein oder als genesen gelten – letzteres ist der Fall, wenn ein positiver PCR-Coronatest maximal sechs Monate und mindestens vier Wochen zurückliegt. Zwischenzeitlich hatte das Land die maximale Gruppengröße sogar mit 35 Kindern und Jugendlichen angegeben, sich dann aber korrigiert.

Abstand bei Erwachsenen

An anderer Stelle sprach das Land von „Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren“, in der Verordnung steht aber 18. Dass Kinder und Jugendliche nicht getestet werden müssen, begründet die Landesregierung damit, dass diese zweimal wöchentlich für die Schule getestet werden.

Erwachsene dürfen im Freien dann in größeren Gruppen zusammen Sport treiben, wenn ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den einzelnen Personen gewährleistet ist oder pro Person mindestens zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Allerdings müssen sie kontaktfrei Sport treiben, Fußball zum Beispiel ist nicht möglich. Auf jeden Fall müssen alle Trainer, Betreuer und Teilnehmer negative Schnelltests nachweisen oder geimpft oder genesen sein.

Ausnahmen bei Bädern

Schwimmbäder sind grundsätzlich geschlossen, Schwimmunterricht, Schwimmkurse und Reha-Kurse sind aber wieder erlaubt. Trainer und Betreuer sowie volljährige Teilnehmer müssen Schnelltest, Impfung oder Genesung nachweisen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Im Entwurf der Verordnung waren sogar nur zehn Personen als Maximum genannt. Geimpfte oder genesene Teilnehmer zählen nicht mit.

In geschlossenen Räumen wie Sporthallen sind die Möglichkeiten hingegen deutlich begrenzt. Dort gelten die gleichen Kontaktregeln wie im Privaten: Ein Haushalt plus maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt, wobei Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt werden. Schnelltests sind hier nicht vorgeschrieben. Das gleiche gilt für geschlossene Räume in Kletterhallen und Fitnessstudios.

In Hannover andere Regeln

Alle diese Regeln gelten nur in Landkreisen, in denen nicht die Regeln der Corona-Notbremse gelten. In der Region Hannover, im Landkreis Peine und in der Stadt Salzgitter gelten die strengeren Notbremsen-Vorgaben. Dort dürfen ausschließlich Individualsportarten mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes oder allein mit einer Person aus einem anderen Hausstand ausgeübt werden. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 13 Jahren dürfen in Gruppen von maximal fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern kontaktfrei Sport betreiben, Betreuer müssen einen negativen Schnelltest vorweisen, geimpft oder genesen sein.

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