Vor dem Krieg geflohen

Immer mehr ukrainische Flüchtlinge – wo im Kreis Hildesheim die meisten leben

Kreis Hildesheim - Ukrainer machen inzwischen mehr als ein Prozent der Bevölkerung aus. Der Landrat nennt erstmals Zahlen dazu, wo die meisten von ihnen untergekommen sind.

Ukrainische Flüchtlinge am Messebahnhof Laatzen: Immer mehr von ihnen kommen im Landkreis Hildesheim unter. Foto: Ole Spata

Kreis Hildesheim - Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis Hildesheim ist in den vergangenen vier Wochen noch einmal gestiegen. Das geht aus Zahlen hervor, die Landrat Bernd Lynack (SPD) am Donnerstagnachmittag im Kreistag nannte. Demnach leben aktuell 2809 aus der Ukraine geflohene Menschen im Kreisgebiet, davon mit 1245 in der Kreisstadt Hildesheim selbst. Damit machen sie inzwischen etwas mehr als ein Prozent der aktuellen Kreisbevölkerung aus. Vor einem Monat waren es kreisweit 2650 Ukrainer.

Unterkünfte in fünf Hotels

Erstmals nannte Lynack auch Zahlen für einzelne Städte und Gemeinden im Landkreis Hildesheim außerhalb der Kreisstadt. Demnach leben allein 194 Ukrainerinnen und Ukrainer im Gebiet der Stadt Sarstedt. In der Stadt Alfeld leben 174 ukrainische Flüchtlinge, in Bockenem 162, in der Stadt Bad Salzdetfurth 148, in der Gemeinde Söhlde 137 und in der Gemeinde Giesen 105. Die weiteren Kommunen: Elze 98, Algermissen 92, Leinebergland 89, Nordstemmen 81, Lamspringe 66, Holle 56, Diekholzen und Sibbesse je 34, Harsum 33, Schellerten 32 und Freden 29.

Zudem nannte Lynack insgesamt fünf Hotels in vier Kommunen, in denen der Landkreis derzeit Zimmer für Ukrainer angemietet habe – insgesamt handelt es sich dabei um 136 Räume.

Prognosen schwierig

Lynack betonte, es sei auch weiterhin schwer vorherzusagen, wie viele Flüchtlinge künftig noch aus der Ukraine kommen oder auch dorthin zurückkehren würden. Das Land Niedersachsen halte vorerst an seinen Prognosen fest.

Der Kreistag stimmte mit deutlicher Mehrheit dafür, dass die Kreisverwaltung mit den Städten und Gemeinden ein Abkommen aushandelt, wonach der Kreis die Aufgabe der Unterbringung für die Kommunen wahrnimmt.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels wurden wegen eines Übermittlungsfehlers zunächst falsche Zahlen für einige Kommunen genannt.

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