Hildesheim - An diesem Wochenende hat Deutschland nach Hildesheim geblickt. Denn die UNESCO hat 40 Jahre Weltkulturerbe hier gefeiert. Anderthalb Jahre lang hat ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen das Programm vorbereitet. Einige der schönsten Momente haben wir in unserer Bildgalerie festgehalten.
Eines der Highlights fand für viele Besucherinnen und Besucher direkt am Anfang des Welterbe-Wochenendes statt. Ein Wandelkonzert der „Dommusik & Friends“ führte am Freitag durch den Dom. Zu erleben gab es dabei Konzerte an außergewöhnlichen Orten. In der Annenkapelle hat zum Beispiel Violinistin Iris Maron gespielt. Zwischen Kreuzgang und Rosenstock gab es dann Werke von Bach und Biber zu hören. Foto: Clemens Heidrich
Den Auftakt vom Wandelkonzert hat das Ensemble DoppelRohr unter Leitung von Claudia Zülsdorf gestaltet. Die Gruppe kommt aus der Musikschule Hildesheim und hat ihren Namen von ihrer Instrumentengattung. Denn die Gruppe besteht ausschließlich aus sogenannten Doppelrohrblattinstrumenten wie Oboe, Fagott und Englisch Horn. Zum Auftakt haben die Mitglieder Werke von Monteverdi, Mozart und Haßler gespielt. Foto: Clemens Heidrich
Auf dem Domhof konnte sich das Publikum unter einen kleinen Pavillon vor der Bühne setzen. An allen Tagen waren die Reihen immer gut gefüllt. Freitag und Samstag haben der emeritierte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz (links) und Felix Prinz, Direktor des Dommuseums, als Hausherren am Domhof begrüßt. Für Programm und Organisation war eine Gruppe aus dem Bistum und von Hildesheim Marketing, der Sozialagentur Cluster und dem Dommuseum zuständig. Anderthalb Jahre haben die Planungen in Anspruch genommen. Dem emeritierten Weihbischof ist vor allem wichtig, die beiden Kirchorte – die zusammen das Welterbe von Hildesheim bilden – nicht ausschließlich unter künstlerischen Gesichtspunkten zu begreifen, sondern als lebendiges Erbe der Vorfahren. Foto: Clemens Heidrich
Dommuseumsdirektor Prinz erinnerte zur Begrüßung noch einmal daran, dass nirgendwo sonst auf der Welt so viele Schätze aus dem Mittelalter gesammelt sind, wie in Hildesheim. Ihm ist dabei wichtig, zu fragen, was wir von diesem Erbe noch heute lernen können. Denn das Dommuseum sei ein junges Museum in einer vielfältiger werdenden Gesellschaft. Wer verstehen wollte, worauf er anspielt, musste nur die Nase in den Wind halten. Auf dem Domhof gab es Crêpes, Falafel und Pommes. Foto: Clemens Heidrich
Eine besondere Aktion hat sich das Team vom Dommuseum für den Welterbemarkt ausgedacht. Am Samstag haben sich alle Städte bei einem Speeddating auf dem Domhof in Kurzfassung vorgestellt. Anschließend haben Mitarbeitende aus dem Dommuseum (im Bild: Monja Dierkes und Johanna Piper) diese Schlüsselbänder mit Herz-Anhänger im Publikum verteilt. Diese konnte man dann an einem Stand seiner Wahl gegen eine Kleinigkeit eintauschen – je nachdem, welchem Welterbe man sein Herz schenkt. Foto: Clemens Heidrich
Auch zu lernen und ausprobieren gibt es beim Welterbe-Tag. In der Dombibliothek konnten sich zum Beispiel Jung und Alt an mittelalterlicher Schreib- und Siegelkunst erproben. Der vierjährige Finn Flügge drückt hier gerade den Stempel, mit Hilfe von Mutter Kathrin, ins warme Wachs. Das Team der Dombibliothek war sich vor dem Tag nicht sicher, ob das Angebot für Kinder geeignet ist. Immerhin müssen die Wachsbrocken über offenem Feuer – auch wenn es nur ein Teelicht ist – erhitzt werden. Aber allein am Samstag haben 50 Leute in 90 Minuten daran teilgenommen – ohne, dass etwas passiert ist. Foto: Clemens Heidrich
Am Samstag gab es großes Getümmel rund um den Dom – aber schauen Sie sich doch selbst um in unserem 360-Grad-Bild. (Foto: Janek Barth/Audio Coop)
Für viele Zuschauer ein Highlight am Samstagabend: Der Auftritt von Passepartout. Die Gruppe aus Hannover, die deutsch-französischen Rap mit tanzbarem Bläser-Sound verbindet war zwar erst vor ein paar Tagen beim Campus-Fest der Universität Hildesheim zu hören. Dem Andrang auf dem Domhof tat das aber keinen Abbruch. Foto: Clemens Heidrich
Denn dort, erst vor, dann in der Michaeliskirche, endet der Gottesdienst. Sowohl Bischof Heiner Wilmer als auch die scheidende Regionalbischöfin Adelheid Ruck-Schröder gestalten den Gottesdienst. Im Dom spricht die künftige Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. in St. Michael wiederum spricht dann der höchste Katholik im Bistum Hildesheim. Foto: Björn Stöckemann
Schluss- und wohl auch Höhepunkt der offiziellen Eröffnung in St. Michael, die sich an den ökumenischen Gottesdienst anschließt: Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission übergibt eine Tafel an den emeritierten Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. Dadurch ist Hildesheim – St. Michael und der Dom bilden das hiesige Welterbe im Verbund – ausgezeichnet als eine der Gaststätten vom Welterbe-Tag. Die Übergabe geschieht im Beisein von Fritz Ahrberg (links), dem Geschäftsführer von Hildesheim Marketing und Vorsitzenden der UNESCO Welterbestätten Deutschland. Foto: Clemens Heidrich
Außerdem feiert das Forum Heersum heute Premiere des Prologs seiner diesjährigen Sommerspiele. Dieses Jahr ist das Programm in zwölf Teile geteilt. Nur der Prolog spielt in Hildesheim. Danach gibt es elf einmalige Aufführungen in verschiedenen Dörfern im Landkreis und das Finale in Alfeld. Der Prolog war schnell ausverkauft. Es gibt aber eine Kurzfilmfassung, die vor jedem Kapitel nochmal gezeigt wird. Foto: Clemens Heidrich





















