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In Hildesheim verurteilter Mörder flieht bei Freigang in Peine – Polizei fahndet öffentlich

Peine - Der 2011 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Benjamin F. ist während eines begleiteten Freigangs im Kreis Peine mit einem Motorrad geflüchtet. Die Polizei fahndet nach dem Mann - und warnt davor, sich ihm zu nähern.

Die Polizei fahndet nach einem verurteilten Mörder, der bei einem Freigang in Peine geflüchtet ist. Foto: Chris Gossmann (Symbolbild)

Peine - Der 2011 wegen Mordes an der damals 23-jährigen Melanie aus Dungelbeck verurteilte Mörder Benjamin F. ist bei einem begleiteten Freigang in Peine geflohen. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen am Mittwochabend mitteilte, fuhr der Mann bereits am Dienstagnachmittag auf seinem eigenen Motorrad davon. Der JVA-Mitarbeiter, der den Gefangenen begleitete, konnte das offenbar nicht verhindern.

Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter während seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter in Peine besucht. „Nach ersten Erkenntnissen nutzte der Gefangene gegen 14.30 Uhr den Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um sich mit seinem in dieser Garage abgestellten Motorrad zu entfernen“, teilte das Ministerium mit. Bei der Maschine handelt es sich um eine schwarz-orangefarbene KTM Duke 200 mit dem Kennzeichen BS-XY 46.

37 Ausgänge liefen anstandslos

Nach Angaben des Ministeriums war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen.

F. war 2011 nach einem mehrtägigen Prozess am Landgericht Hildesheim für den Mord an an der 23-jährigen Melanie aus Dungelbeck zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht stellte dabei die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Entlassung aus der Haft verhindern sollte. Der damals 27-Jährige hatte sich 2010 im Internet als Frau ausgegeben und sein Opfer in seine Wohnung im Peiner Ortsteil Telgte gelockt.

F. gab sich im Internet als Frau aus

Als sich Melanie gegen seine Annäherungsversuche zur Wehr setzte, tötete er die junge Frau mit mehreren Messerstichen. Anschließend verging er sich an der Leiche und versteckte sie zunächst in einem Waldstück bei Gifhorn, bis er der Polizei die schockierenden Details zu Tat verriet. Der Fall gilt als einer der spektakulärsten Mordfälle in Peine, weil die Kontaktaufnahme - für die damalige Zeit noch eher unüblich - über ein Internetportal lief.

Von Anna Gröhl


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