Krieg in der Ukraine

In Hildesheim wird händeringend Wohnraum für Geflüchtete gesucht

Hildesheim - Immer mehr Menschen aus der Ukraine und auch aus anderen Ländern suchen Schutz in Hildesheim. In der Stadt wird deshalb händeringend Wohnraum gesucht.

Der Strom der Menschen, die unter anderem aus der Ukraine nach Hildesheim kommen, reißt nicht ab. Die Stadt sucht dringend Wohnraum für diese Menschen. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Hildesheim - Die Stadt Hildesheim benötigt weiteren Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen. Dabei handelt es sich sowohl um aus der Ukraine geflohene Menschen als auch um Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Der Landkreis Hildesheim hat Ende Oktober mitgeteilt, dass derzeit pro Woche rund 100 neue Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen würden – und etwa 25 aus anderen Ländern, vor allem aus Syrien und Afghanistan.

Meyer bittet um Hilfe

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer ruft die Bevölkerung deshalb zur Unterstützung auf: „Auch weiterhin suchen viele Menschen aus der Ukraine Schutz in Deutschland vor dem Krieg in ihrem Heimatland, zugleich nehmen auch die Flüchtlingsbewegungen aus anderen Staaten wieder deutlich zu. Die Stadt Hildesheim ruft daher Eigentümerinnen und Eigentümer von geeigneten leerstehenden Wohnungen oder anderen Immobilien auf, diese zur Anmietung anzubieten und uns auf diese Weise bei der Unterbringung der Schutz suchenden Menschen zu unterstützen.“

Gesucht werden vor allem größere Objekte wie zum Beispiel ehemalige Internate, Wohnheime oder Beherbergungsunterkünfte sowie andere geeignete Immobilien, die zum Wohnen genutzt oder mit geringem Aufwand dafür umgebaut werden können. Daneben besteht auch Bedarf an abgeschlossenen Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlings- oder wohnungslosen Familien. Die anzumietenden Wohnungen sollen die für Leistungsempfangende nach dem Sozialgesetzbuch II (“Hartz IV“) in der Stadt Hildesheim zulässigen Höchstsätze nicht überschreiten. Sowohl in größeren Unterkünften als auch in dezentralen Wohnungen erfolgt eine Betreuung der Bewohnenden in Fragen der Integration und des Alltagslebens.

Laut aktuellen Zahlen sind seit Kriegsausbruch 1682 Personen aus der Ukraine in die Stadt Hildesheim gekommen, davon sind 109 Personen verzogen, somit leben 1573 Personen im Stadtgebiet – davon 323 Menschen in von der Stadt bereitgestellten Unterkünften. Aus anderen Ländern sind im Jahr 2022 bisher 147 Personen der Stadt zugewiesen und hier untergebracht worden.

Ansprechpartner im Rathaus

Die Stadt bittet nun alle, die zu einer Vermietung bereit sind, sich zu melden. Als Ansprechpartner für Wohnungsangebote im Stadtgebiet von Hildesheim stehen Carsten Aßmann (Telefon 05121 301-4273, c.assmann@stadt-hildesheim.de) und Markus Schütte (Telefon 05121 301-4267, m.schuette@stadt-hildesheim.de) zur Verfügung, um Fragen zu den Rahmenbedingungen und Konditionen im Gespräch zu beantworten.

Derweil versucht die Stadt auch, das Beratungsangebot für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer im kommenden Jahr fortzusetzen. Nur noch bis Ende des Jahres stehen dafür Räume in der Arneken Galerie zur Verfügung.

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