Kreis Hildesheim - Nun rückt die Notbremse immer näher: Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Hildesheim beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag 110,6. Das ist noch etwas mehr als am Montag (109,9). Liegt der Inzidenzwert auch am Mittwoch und damit zum dritten Mal in Folge über 100, greift von Freitag an die Corona-Notbremse des Bundes mit schärferen Kontaktregeln, Schließung von Kitas und weiterführenden Schulen sowie strengeren Vorgaben für den Einzelhandel.
Die Daten des RKI sind seit knapp einer Woche entscheidend für die Corona-Regeln. Weil sie durch das Meldesystem oft niedriger ausfallen als die bislang vom Landesgesundheitsamt erhobenen Werte, war Hildesheim ein Start der Notbremse bereits in der vergangenen Woche erspart geblieben, während sie in den meisten deutschen Landkreisen längst gilt. Nicht ausgeschlossen ist allerdings, dass der Daten-Effekt am Mittwoch noch einmal zum Tragen kommt: Am Mittwoch vergangener Woche hatte das Landesgesundheitsamt eine Inzidenz von 110,2 verbucht, das RKI dagegen nur einen Wert von 92,0.
Hannover wieder über 150
Die bundesweite Entwicklung war unterdessen am Dienstag stabil: Die nationale Sieben-Tage-Inzidenz fiel leicht von 169,3 auf 167,6, die für Niedersachsen stieg hingegen minimal von 118,5 auf 120,0. Damit liegt Niedersachsen bei den Bundesländern hinter Schleswig-Holstein (72,3) und Hamburg (104,7) weiter auf Rang drei, die höchste Inzidenz hat Sachsen (226,5).
In der Region Hannover stieg die Inzidenz erneut, diesmal von 141,0 auf 155,0. Bleibt die Inzidenz dauerhaft über 150, müssen Hannovers Einzelhändler und Baumärkte, die seit kurzem für Kunden mit negativem Schnelltest und Anmeldung öffnen dürfen, wieder schließen.
Salzgitter nicht mehr Letzter
Im Kreis Peine ist der Einzelhandel weiter kein Thema. Die Inzidenz fiel leicht von 174,3 auf 171,4, liegt damit aber weiter über allen Grenzwerten der Notbremse. Das gilt erst recht in Salzgitter, wo das RKI 314,5 (Vortag: 331,8) verzeichnete. Mit einer Inzidenz von 321,4 löste Vechta Salzgitter allerdings nach vielen Wochen als Gebiet mit der höchsten Inzidenz in Niedersachsen ab. Im Kreis Wolfenbüttel stieg die Inzidenz deutlich von 71,9 auf 94,5.
