Von Michael Vollmer
Kreis Hildesheim/Heinde. Nach ihrer bestandenen Prüfung zum Landwirt zieht es einige der 25 Absolventen in das Ausland. Ganz beliebte Ziele sind Kanada, Australien oder auch Afrika. Andere planen ein Studium. Bei den weiblichen Berufsstartern liegt Tiermedizin ganz hoch im Kurs. Egal, wie die Zukunft aussieht, Kreislandwirt Dr. Thomas Stadler aus Alfeld wünschte allen bei der Freisprechungsfeier in Heinde viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg. Während ihrer Ausbildung seien die jungen Leute oftmals in fremden Betrieben tätig gewesen. „Dort war für die Absolventen eine Zeit ihr zu Hause. Der familiäre Anschluss gehörte mit dazu“, sagte Stadler.
Die Absolventen hätten mit ihrer Prüfung ein bestimmtes Niveau erreicht. In seiner Rede blickte er aber auch auf aktuelle Themen, wie zum Beispiel die lange Trockenheit. „Die Dürre ist kein Grund, die Köpfe hängenzulassen. Es stellt sich die Frage, wo und wie etwas besser gemacht werden kann“, erklärte der Kreislandwirt. Die Bedingungen für die jungen Leute seien gut, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen.
„Der Prüfungsstress ist nun vorüber. Die Ausbildung bildet einen soliden Baustein für die berufliche Zukunft“, erklärte die neue Schulleiterin der Michelsenschule, Susanne Brandes. Auch in Zukunft werde das Thema Weiterbildung stets eine wichtige Rolle spielen. „Kraft und Ausdauer sind notwendig, um weiterhin erfolgreich zu sein“, meinte die Schulleiterin.
Hans-Dieter Dammann, der bei der Landwirtschaftskammer in Hildesheim für die Prüfung verantwortlich ist, überreichte anschließend die Zeugnisse an die Absolventen. Mit den Ergebnissen ist er sehr zufrieden. Keiner der 25 Prüfungsteilnehmer hat das Ziel nicht erreicht. Vier Auszubildende erhielten die Gesamtnote sehr gut, 13 schlossen die Ausbildung mit dem Prädikat gut ab. Prüfungsbester war Karl Eggers aus Himmelsthür mit der Note 1,2. Dahinter folgten Jennifer Hillebrand (Groß Düngen) und Jost Witte (Sillium). Als Vertreter der Betriebe blickte Friedrich von Wallmoden auf die Zeit mit den jungen Leuten zurück. Die frisch gebackenen Landwirte hätten einen Beruf mit viel Verantwortung gegenüber Verbrauchern, Kunden und nicht zuletzt der Natur und Umwelt erlernt.
