Hildesheim - Am 12. Spieltag der Bezirksliga trotzte das Tabellenschlusslicht SV RW Ahrbergen dem SC Harsum ein Remis ab. Der TuSpo Schliekum rutscht auf einen Abstiegsplatz ab.
SC Harsum – SV RW Ahrbergen 1:1 (0:0).Der SC Harsum hat sich gegen den SV RW Ahrbergen trotz spielerischer Überlegenheit mit einem Unentschieden zufriedengeben müssen. Nach der Führung durch Noel Daniel Klann in der 73. Minute sahen die Gastgeber wie der Sieger aus, ehe Nils Pliske den Gästen in der 87. Minute noch einen Punkt sicherte. Die Harsumer übernahmen von Beginn an die Initiative und kamen früh zu ersten Möglichkeiten. Ahrbergen setzte in der zehnten Minute ein erstes Ausrufezeichen, doch SC-Torhüter Connor Uhrbach lenkte den Abschluss über die Latte. Anschließend bestimmten die Gastgeber mit deutlich mehr Ballbesitz das Geschehen, fanden gegen die kompakt verteidigenden Gäste aber nur selten Lücken. So ging es torlos in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Harsum erhöhte den Druck und kam unter anderem durch Mika Weiser zu einer guten Chance. In der 73. Minute fiel schließlich die Führung: Philipp Weiss schickte Luca Aselmeier in die Tiefe, der den Torhüter umspielte und auf Noel Daniel Klann ablegte. Dieser musste nur noch ins leere Tor schieben. Ahrbergen gab sich jedoch nicht geschlagen und wurde kurz vor Schluss belohnt. In der 87. Minute parierte Uhrbach zunächst ark, gegen den Nachschuss von Pliske war er allerdings machtlos. So entführten die Gäste noch einen Punkt aus Harsum. Zuschauer: 100
MTV Almstedt - SC Drispenstedt 4:1 (2:0).Der MTV Almstedt setzte seinen Aufwärtstrend fort und blieb zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Gegen den SC Drispenstedt legten die Gastgeber mit zwei frühen Treffern den Grundstein für den dritten Sieg hintereinander. Frerk Bode brachte Almstedt in der siebten Minute nach einem Fehler in der Drispenstedter Hintermannschaft in Führung. Nur eine Minute später erhöhte Niklas Rasche nach einem langen Ball von Dejan Radovic auf 2:0. Drispenstedt hatte anschließend die Chance zum Anschluss, doch MTV-Torhüter Marius Hesse parierte stark. In der 35. Minute bot sich den Gästen nach einem Foul an Faisal Rachidi per Elfmeter eine weitere Möglichkeit. Rilind Salihi setzte den Strafstoß allerdings an den Pfosten. Nach der Pause entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. In der 71. Minute erhöhte Bode mit einem Distanzschuss auf 3:0. Drispenstedt verkürzte durch Salihi, der in der 77. Minute nach einem Doppelpass mit Mahdy Kwar traf. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd währte jedoch nur kurz: In der 83. Minute stellte Matti Palandt nach einer Ecke von Calvin Knirsch den 4:1-Endstand her. Während Almstedt seine Erfolgsserie ausbaute, blieb Drispenstedt im Tabellenkeller. Zuschauer: 120
FC Eldagsen - TuS Hasede 8:2 (2:0).Der FC Eldagsen feierte gegen den personell stark geschwächten TuS Hasede den dritten Sieg in Folge und erzielte dabei erneut zahlreiche Treffer. Mit 29 Toren aus den vergangenen drei Partien unterstrich Eldagsen seine Offensivstärke. Hasede musste dagegen nach fünf Spielen ohne Niederlage wieder eine Pleite hinnehmen. Die Gäste hatten zahlreiche Ausfälle zu verkraften. „Wir mussten zwei Leute aktivieren, die mit Fußball aufgehört hatten, damit wir Leute auf der Bank hatten“, erklärte Hasedes Spieler Miguel Werner. Der TuS konzentrierte sich zunächst auf die Defensive und lauerte auf Konter. Eldagsen übernahm die Kontrolle und ging in der 13. Minute durch Leo Ehlers nach Vorlage von Fabian Carduck in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Carduck nach Zuspiel von Lukas Bobrzik auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel meldete sich Hasede mit einem Doppelschlag zurück und glich die Partie aus. Eldagsen antwortete jedoch prompt: In der 59. Minute traf Carduck nach Vorlage von Denis Vojnikovic zum 3:2, ehe er nur zwei Minuten später nach Vorarbeit von Ehlers auf 4:2 erhöhte. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den Gästen die Kräfte, während Eldagsen die Räume konsequent nutzte. Sinan Korkmaz (69.), Carduck (73.) und weitere Treffer in der Schlussphase sorgten für den deutlichen Endstand von 8:2. Carduck war mit sechs Toren und zwei Vorlagen der überragende Akteur der Partie. Trotz des klaren Ergebnisses fiel Werners Fazit differenziert aus: „In der Höhe etwas zu hoch, weil wir uns mehr oder weniger einige Tore selbst eingeschenkt haben durch individuelle Fehler.“ Für Eldagsen war es dennoch ein überzeugender Erfolg, während Hasede den personellen Engpässen und den eigenen Fehlern Tribut zollen musste.
SV Ambergau Bockenem - SCM Bodenwerder 3:5 (2:4).Die Begegnung nahm dabei eine verhängnisvolle Dynamik an, die bei den Hausherren ungute Erinnerungen weckte. Ambergaus sportlicher Leiter Philipp Scholz fand nach dem Schlusspfiff klare Worte zum Auftritt seiner Mannschaft: „Das hatte einen ganz ähnlichen Verlauf wie das Pokalspiel vor einigen Wochen. Eigentlich sollte sich das heute nicht wiederholen, genau das ist aber leider wieder passiert.“ Dabei starteten die Hausherren ideal in die Partie. Jan Laumann zirkelte einen Freistoß direkt in die Maschen und brachte Ambergau früh mit 1:0 in Führung (7.). Wer jedoch auf Sicherheit im Spiel der Heimelf hoffte, wurde enttäuscht. „Wir geben das Spiel danach durch eklatante individuelle Fehler komplett aus der Hand. So kann man schlichtweg kein Bezirksligaspiel gewinnen“, sparte Scholz nicht mit Kritik. Bodenwerder schlug umgehend zurück. George-Vasile Ciuculete setzte sich mit einer feinen Einzelaktion durch und schloss eiskalt ins kurze Eck zum 1:1-Ausgleich ab (12.). Obwohl Ambergau in der Folge mehr vom Spiel besaß und sich die besseren Möglichkeiten erarbeitete, präsentierten sich die Gäste vor dem Gehäuse gnadenlos effizient. Nach einer unzureichenden Befreiungsaktion der Hausherren staubte Suleman Danjuma im Nachschuss zum 1:2 ab (34.). Noch vor dem Pausenpfiff legte der SCM einen blitzschnellen Doppelschlag nach. Erst verwandelte Sertac Sahbaz einen Strafstoß sicher zum 1:3 (41.), ehe Danjuma nach einer scharfen Hereingabe von der Außenbahn nur noch den Fuß hinhalten musste und auf 1:4 schraubte (45.). Immerhin bewiesen die Hausherren Moral. Noch vor dem Pfiff stocherte Finn Bremer den Ball nach einem Einwurf aus dem Gewühl heraus zum 2:4-Pausenstand über die Linie. Nach dem Seitenwechsel kam der SV Ambergau Bockenem extrem druckvoll aus der Kabine, um die Aufholjagd einzuläuten. Das Spielglück schien jedoch zunächst nicht auf der Seite der Heimelf zu sein, als Bremer mit einem strammen Abschluss nur die Latte traf. Der verdiente Anschlusstreffer fiel schließlich wenig später, als Laumann vom Elfmeterpunkt die Nerven behielt und auf 3:4 verkürzte (71.). Die Freude im Lager der Ambergauer währte allerdings nur kurz, denn Bodenwerder antwortete erneut postwendend. Sahbaz trat auf der Gegenseite ebenfalls zum Strafstoß an und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand zum 3:5 her (76.). Eine Schlüsselszene, die bei den Hausherren für mächtig Unmut sorgte, folgte im direkten Gegenzug. Scholz blickte nach der Partie bedient auf die Entscheidung des Unparteiischen zurück: „Im Gegenzug müssen wir zwingend einen Handelfmeter bekommen, den der Schiedsrichter aber verweigert. Insgesamt war das eine sehr unglückliche Leistung des Schiedsrichters, mit der wir absolut nicht zufrieden sind.“ In der verbleibenden Spielzeit versuchten die Gastgeber zwar noch einmal alles, um noch einmal heranzukommen, doch der SCM Bodenwerder verteidigte die Führung fortan routiniert und spielte das Ergebnis souverän über die Zeit. Zuschauer: 100
SV Alfeld - VfL Borsum 1:2 (0:0).Über die gesamten 90 Minuten verzeichneten die Hausherren mehr Spielanteile und dominierten das Geschehen beim Ballbesitz. Die Gäste aus Borsum konzentrierten sich hingegen primär auf eine kompakte Defensive und machten Alfeld das Leben extrem schwer. In der ersten Halbzeit war Borsum nach vorne im Grunde unsichtbar, während die Heimelf besonders in der Anfangsphase gefährlich vors Tor kam. Die beste Möglichkeit ließ Finn-Niklas König jedoch ungenutzt verstreichen. Alfeld-Trainer Dennis Scholz zollte der gegnerischen Taktik nach der Partie Respekt: „Borsum stand sehr tief. Das haben sie aber auch gut gemacht und es uns schwer gemacht.“ Nach dem torlosen ersten Durchgang belohnte sich Alfeld zunächst für den betriebenen Aufwand. Nach einer präzisen Flanke von der rechten Seite durch Daniel Weiß war König am ersten Pfosten zur Stelle und drückte das Leder zur verdienten 1:0-Führung über die Linie (54.). Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Borsums allererste nennenswerte Chance führte direkt zum Ausgleich. Nach einem Ballverlust der Alfelder Hintermannschaft schaltete Borsum blitzschnell um und ein Steckpass erreichte Andreas Genschel, der frei vor dem Kasten eiskalt blieb und zum 1:1 vollendete (58.). Kurz darauf ließen die Gäste zunächst noch die Führung liegen, ehe eine nahezu identische Szene das Spiel komplett drehte. Erneut lud ein Alfelder Ballverlust die Borsumer zum Kontern ein und erneut bestrafte Genschel den Fehler eiskalt mit seinem zweiten Tagestreffer zum 1:2 (75.). In der verbleibenden Spielzeit drängte Alfeld zwar vehement auf den Ausgleich, fand gegen das gegnerische Abwehrbollwerk jedoch keine Mittel mehr, um noch einmal wirklich gefährlich zu werden. Trainer Scholz blickte nach dem Schlusspfiff nüchtern auf die Schlussphase zurück: „Wir hatten schlichtweg zu wenig Ideen, und Borsum hat sehr abgebrüht gespielt.“ Zuschauer: 80
SV Newroz Hildesheim - TuSpo Schliekum 3:2 (1:1).Beide Mannschaften boten den Zuschauern von Beginn an eine packende Partie auf sehr hohem Niveau. Die Gäste aus Schliekum spielten mutig mit und machten es dem Favoriten über weite Strecken der Begegnung extrem schwer. Die Belohnung für den engagierten Auftritt der Gäste folgte nach einer Viertelstunde. Giuliano Paparo nutzte eine Unachtsamkeit in der Hildesheimer Hintermannschaft und brachte den TuSpo mit 0:1 in Führung. Newroz brauchte etwas, um den Schock zu verdauen, zeigte aber noch vor dem Seitenwechsel die passende Reaktion. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war Dominic-Dirk Wolter zur Stelle und vollendete zum 1:1-Paustenstand. Der zweite Durchgang gestaltete sich im Vergleich zu den ersten 45 Minuten etwas abgeflachter, hielt aber das entscheidende Drama für die Schlussphase bereit. Erneut schlug Schliekum eiskalt zu. Vincent Klahr brachte die Gäste mit seinem Treffer zum 1:2 erneut in Front (72.). Newroz rannte in der Folge gegen die drohende Niederlage an und belohnte sich dank des goldenen Händchens beim Spieleraustausch. Matchwinner des Tages wurde Rückkehrer Khalil Seblene, der nach langer Abwesenheit ein Traum-Comeback feierte. Zunächst holte der Joker im gegnerischen Strafraum einen Elfmeter heraus, den Luis-Gabriel Hein gewohnt sicher zum 2:2-Ausgleich verwandelte (85.). In der Nachspielzeit krönte Seblene seine Einwechslung schließlich selbst, als er das Leder zum umjubelten 3:2-Siegtreffer über die Linie drückte. Newroz-Coach Slavik Siabandov zeigte sich nach dem Schlusspfiff begeistert von der Wendung und sparte nicht mit Sonderlob für seinen Matchwinner: „Nach langer Verletzungspause sind wir besonders froh, Khalil wieder auf dem Platz zu sehen. Nach der Einwechslung hat er direkt den Unterschied gemacht.“ Mit der Einstellung seines Gesamtensembles war der Trainer ebenso hochzufrieden: „Die gesamte Mannschaft hat wieder Moral, Kampfgeist und Charakter gezeigt. Wir haben uns zurück gekämpft und uns den Sieg als Team verdient.“ Zuschauer: 80
TuS GW Himmelsthür - TSV Giesen 0:3 (0:0).Die Gäste hatten in der Anfangsphase gehörig Glück. Die Hausherren erwischten den spürbar besseren Start in die Begegnung und besaßen die Riesenchance zur Führung, als Abdulbasit Akbari einen Patzer in der Giesener Hintermannschaft jedoch nicht nutzen konnte und den Ball über das leere Tor schoss. Nach den schwungvollen ersten Minuten verflachte die Partie zusehends. Torraumaktionen wurden auf beiden Seiten Mangelware, da sich der TuS defensiv gut geordnet präsentierte, während Giesen zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, vor der Pause jedoch kaum Lücken fand. So ging es folgerichtig torlos in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste verbessert aus der Kabine und erarbeiteten sich die Kontrolle über das Spielgeschehen. Erst verpasste Jonas Jürgens nach einer maßgeschneiderten Flanke von Luca-Maximilian Budde noch knapp den ersten Treffer, ehe er wenig später für den Dosenöffner sorgte. Nach einem präzisen Zuspiel von Tim Fricke tauchte Jürgens frei vor dem Gehäuse auf und überwand den herauseilenden Himmelsthürer Schlussmann mit einem gefühlvollen Lupfer zum 0:1 (73.). Nur zwei Minuten später schwächten sich die Gastgeber selbst, als Robin Westphal nach einem wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah und seine Mannschaft vorzeitig in Unterzahl zurückließ. In Überzahl verpasste es der TSV zunächst, für die schnelle Vorentscheidung zu sorgen, wodurch Himmelsthür über gefährlich getretene Standardsituationen noch einmal im Spiel blieb. In der turbulenten Nachspielzeit machten die Gäste den Sack schließlich endgültig zu. Fricke bediente Marco Czauderna, der eiskalt zum 0:2 vollendete. In der siebten Minute der Nachspielzeit schloss Kidir Thair einen Konter der Gäste erfolgreich ab und schraubte das Ergebnis zum am Ende verdienten 0:3-Endstand hoch. Zuschauer: 100
SV Türk Gücü Hildesheim - BW Salzhemmendorf 8:2 (3:0).Die Hausherren erwischten einen Traumstart nach Maß. Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, als nach einem langen Ball Unruhe im gegnerischen Strafraum entstand und Liam Umuhire Mugaragu das Leder zum blitzschnellen 1:0 über die Linie stocherte. Salzhemmendorf ließ sich vom frühen Schock jedoch keineswegs entmutigen, kam in der Folge immer besser in die Begegnung und verzeichnete durch einen strammen Abschluss von Malte Fitzner eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Doch genau in diese Drangphase der Gäste hinein schlug Türk Gücü erneut eiskalt zu. Nach einer präzisen Eckballhereingabe war es erneut Mugaragu, der am schnellsten schaltete und auf 2:0 erhöhte (17.). Nur wenige Augenblicke später legte Hajrush Halimi direkt nach und schraubte das Ergebnis noch vor dem Pausenpfiff auf 3:0 (27.). Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Heimmannschaft vor dem gegnerischen Gehäuse schlichtweg gnadenlos effizient. Erst baute Altin Nazifi den Vorsprung weiter aus (51.), ehe der überragende Mugaragu mit seinem dritten Tagestreffer zum 5:0 nachlegte (53.). Zwar gelang Linus Friedemann im Gegenzug der Ehrentreffer zum 5:1 für Salzhemmendorf (62.), doch im Anschluss brachen die Gäste defensiv komplett auseinander. Ein Doppelschlag durch Flamur Kadriu schraubte den Spielstand weiter in die Höhe (75.+80.), ehe Nils Kirchhoff kurz vor dem Ende den achten Treffer für die Hausherren markierte (87.). Den Schlusspunkt unter ein torreiches Spektakel setzte schließlich Salzhemmendorfs Fitzner, der in der Schlussminute zum 8:2-Endstand traf (89.). TG-Trainer Isa-Garip Kovan zeigte sich nach dem Schlusspfiff hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und lobte zugleich den Gegner: „Wir haben heute genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten, unsere erste Chance direkt genutzt und von Beginn an aggressiv dagegengehalten. Salzhemmendorf hat trotz des Ergebnisses gut mitgespielt.“ Zuschauer: 100
Verfasser: Loris Saradeth

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