Hildesheim - Karierte Hemden – liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie uns über diese Modesünde reden. Ich habe das Thema in einer meiner Kolumnen schon 2018 einmal aufgegriffen. Nach sechs Jahren ziehe ich nun Bilanz.
Es hat sich nichts getan
Leider muss ich feststellen, dass das Vorkommen karierter Hemden an Männerkörpern nicht rückläufig ist. Ich finde das sehr bedauerlich, denn meiner Ansicht nach machen diese Muster, dazu noch unter der Beteiligung verschiedener Farben, schlichtweg alt. Mindestens fünf Jahre! Ach was sage ich: sieben! Liebe Verkäufer und Verkäuferinnen: Helfen Sie Herren, die ein kariertes Hemd bei Ihnen kaufen wollen! Führen Sie sie doch bitte auf den richtigen Weg. Denn ich glaube nicht, dass Frauen ihren Männern karierte Hemden schenken. Ich will es nicht glauben.
Kariertes Hemd als Geschenk?
Krawatten, ja. Pullis in Beerenfarbe? Meinetwegen auch. Aber Karos? Vielleicht greifen nur sehr eifersüchtige Frauen zu diesen Stöffchen. Solche, die fürchten, eine andere könnte ihnen den Liebsten wegschnappen. Karo als Schutzmaßnahme.
Streifen oder Punkte!
Wenn es denn schon ein Muster sein soll, meine lieben Herren, dann wählen Sie Streifen! Breite oder dünne Streifen! Meinetwegen auch Punkte! Aber verabschieden Sie sich vom Karo. Wenn das nicht gehen sollte, weil der Schmerz einfach zu groß wäre, hier ein Tipp: Wenn man das Hemd offen lässt und darunter ein Fan-T-Shirt von der Bruce-Springsteen-Tour 1988 trägt, dann geht es. Das kann sogar lässig aussehen. Mein Mann sagt immer: Wer sein Hemd zuknöpft, hat etwas zu verbergen! Also sorgen Sie sich bitte nicht um eine kleine Wölbung in der Leibesmitte.
Eine weitere Karo-Ausnahme sind Holzfällerhemden in Flanell. Und Schottenröcke, die zähle ich ebenfalls dazu.
