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Kleiderschrank ausmisten: Mit diesen Tipps wird man getragene Kleidung im Second-Hand-Laden in Hildesheim los

Hildesheim - Wer neue Kleidung kaufen möchte, muss zunächst Platz im Kleiderschrank schaffen. Worauf sollte man achten, wenn man ausrangierte Kleidungsstücke im Second-Hand-Laden abgeben möchte?

Lara Sohns (links) und Finja Heger suchen beim Vintage Pop-up Sale nach neuen Jacken. Was sie nicht mehr brauchen, spenden sie gerne an Wohltätigkeitsorganisationen. Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Bevor neue Kleidungsstücke in den Schrank einziehen können, muss man dort Platz schaffen. Worauf sollte man achten, wenn man Kleidung ausmistet? Welche Teile gehören in den Altkleidercontainer und mit welchen Stücken kann man im Second-Hand-Laden noch Geld verdienen oder Gutes tun?

Spenden oder entsorgen?

Wer Kleidungsstücke aussortiert und loswerden möchte, sollte sich fragen, aus welchem Grund er Pulli, Jeans und Co. ausmustert: Sind Risse, Löcher oder Flecken im Stoff? Oder gefallen einem die Sachen nur nicht mehr? Solange die Kleidungsstücke noch tragbar sind, eignen sie sich als Spende. Dann kann man sie in einem Second-Hand-Laden abgeben. In Hildesheim geht das zum Beispiel bei der „Klamotte“ in der Einumer Straße, in der „Garderobe“ in der Goschenstraße oder im Charity Shop „Zweimalschön“ in der Schuhstraße. Dessen Filialleiterin Ulrike Duwald empfiehlt: „Ein guter Gradmesser ist immer die Frage, ob man die Kleidungsstücke selbst noch anziehen würde.“

Beantwortet man das mit Nein, etwa weil die Sachen abgetragen sind, gehören sie in den Altkleidercontainer. Beschädigte und somit nicht mehr tragbare Kleidungsstücke dürfen hingegen nach wie vor über die Restmülltonne entsorgt werden. Das sei weiterhin erlaubt, betont Filialleiterin Duwald, auch wenn seit vergangenem Jahr die sogenannte Getrenntsammlungspflicht für Textilabfälle gilt. Die Devise laute: Müll bleibt Müll.

Rücksprache halten

Der Sack mit aussortierter Kleidung ist voll – also ab damit in den Second Hand-Laden? Besser nicht, sonst kann es sein, dass man den vollen Kleiderbeutel wieder mit nach Hause nehmen muss. Weil die Geschäfte nur beschränkte Lagermöglichkeiten besitzen, sollte man Kleiderspenden vorher absprechen, rät Katrin John von der „Garderobe“.

Naturmaterialien statt Synthetik

Polyester, Polyamid oder Acryl: Viele Pullover, Schals oder Hosen bestehen heute aus synthetischen Stoffen. Die weisen häufig bereits nach kurzer Zeit Löcher oder sonstige Mängel auf. Second-Hand-Läden nehmen sie daher ungern als Spende an. Je nach Zustand des Kleidungsstücks ist das zwar trotzdem möglich, Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Wolle sind aber lieber gesehen. Billigmarken, sogenannte Fast Fashion, werden in den meisten Fällen nicht angenommen.

Saisonal ausmisten

Im Winter die Sommerkleidung aussortieren? Dieser Impuls liegt nahe, schließlich benötigt man kurze Hosen, T-Shirts und Kleider ja gerade nicht. Wer Mode im Second-Hand-Laden abgeben will, sollte das aber passend zur jeweiligen Saison tun. Das heißt: kurzärmelige Oberteile und Röcke im Sommer, dicke Pullis und Jacken im Winter. Wegen der begrenzten Lagermöglichkeiten machen Second-Hand-Läden meist nur zwei Mal im Jahr einen saisonalen Sortimentswechsel, bei „Zweimalschön“ ist das im Februar und im August. Ab diesem Zeitpunkt können Kundinnen und Kunden dann Kleidungsstücke für die bevorstehende Jahreszeit abgeben.

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