Alfeld - Ungemütlich kalt ist es in Alfeld schon seit Jahresbeginn. Stimmen die Vorhersagen aber, stehen der Leinestadt noch deutlich kältere Tage bevor: -10 Grad könnten während des Wochenendes nachts auf den Thermometern stehen, manche Prognosen sahen stellenweise sogar -17 Grad voraus. Wer kann, dürfte sich da lieber in der eigenen Wohnung aufhalten. Nur was, wenn man keine hat? Für Obdachlose stellt die Jahreszeit eine besonders harte, sogar lebensgefährliche Zeit dar – in Alfeld aber müsse niemand frieren, verspricht Ordnungsamtsleiter Torben Meyer. Die Stadt sei mit ihren drei Container-Unterkünften gut auf den Winter vorbereitet.
Diese nutzt die Stadt Alfeld seit einem entsprechenden Beschluss des Stadtrats Ende 2022. Und sie fährt damit gut, meint Meyer: „Das ist weiterhin das Konzept, auf das wir setzen.“ Die Container-Anlagen auf dem Hackelmaschparkplatz, an der Föhrster Straße und an der Winzenburger Straße seien rundum beheizt, sodass niemand darin fürchten müsse, zu frieren – auch nicht bei -15 Grad. „Das läuft sehr gut, das haben die letzten Winter auch gezeigt“, so der Ordnungsamtsleiter.
Noch Platz in den Unterkünften frei
Aktuell leben laut Meyer acht Menschen ohne Obdach in den drei Unterkünften. Diese sind auf insgesamt 19 Menschen ausgelegt, drei können am Hackelmaschparkplatz und je acht an der Winzenburger und Föhrster Straße unterkommen. Im Notfall böten die Container aber auch Platz für noch mehr Menschen, sagt Meyer – so sich denn noch welche bei der Stadt melden, um der Kälte zu entkommen. „Aktuell ist uns aber kein weiterer bekannt, der keine Bleibe hat.“
Sollte jemand dennoch eine Person sehen, bei der der Verdacht besteht, dass sie bei der Kälte die Nacht auf der Straße verbringt, bittet Meyer um eine Meldung an das Ordnungsamt. Dessen Mitarbeiter prüften dann, ob es sich tatsächlich um eine Person handelt, die auf Hilfe angewiesen ist. „Melden kann man sich immer bei uns“, verspricht Meyer, „da sind wir dankbar drum.“
