Kreis Hildesheim - Am Freitag vermeldet der Landkreis Hildesheim einen weiteren Corona-Todesfall. Eine 60-Jährige hat ihre Infektion nicht überlebt. Seit vorherigem Donnerstag, dem 30. Dezember, sind damit innerhalb von nur einer Woche mit ihr fünf Menschen aus dem Kreis Hildesheim an Corona verstorben. Seit Beginn der Pandemie sind 221 Menschen an Covid-19 verstorben.
89 Menschen haben sich bis Freitag, 7.45 Uhr, neu infiziert. Die Zahl der aktuell als infektiös geltenden Landkreiseinwohner erhöht sich um 50 auf 710, da 39 ehemals Infizierte nun als genesen gelten. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim steigt weiter an, sie liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 160,1.
Krankenhäuser aktualisieren Zahlen
Unterdessen halbiert sich die Zahl der Erkrankten in Reha-Kliniken und Krankenhäusern auf 21. „Die stark rückläufige Zahl bei den stationären Fällen resultiert aus den aktualisierten Daten der Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen“, teilt Landkreis-Sprecherin Birgit Wilken mit.
Diese Zahl umfasst nach Angaben des Gesundheitsamtes alle Einwohner von Stadt und Landkreis, die wegen Corona in einem Krankenhaus behandelt werden oder in einer Reha-Klinik aufgenommen sind und aktuell infiziert sind. Und zwar unabhängig vom Standort der Klinik, auch Betroffene in Häusern außerhalb des Landkreises zählen in dieser Statistik mit.
Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters liegen derzeit fünf Patientinnen und Patienten mit Corona auf einer Intensivstation in einem der vier Krankenhäuser in Stadt und Landkreis, eine Person mehr als am Vortag. Davon wird ein Patient beatmet. Diese Statistik berücksichtigt aber ausschließlich Betroffene, die im Landkreis Hildesheim behandelt werden – unabhängig von ihrem Wohnort. Corona-Patienten aus dem Kreis Hildesheim, die in Kliniken außerhalb des Kreisgebiets wie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) oder der Universitätsmedizin Göttingen behandelt werden, sind von diesen Daten nicht erfasst.
Sprunghafter Anstieg bei 20- bis 29-Jährigen
Rasant steigen die Fallzahlen in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen. Seit einigen Tagen sind Menschen in diesem Alter am häufigsten infiziert – dieser Trend setzt sich fort. Am Freitag sind 171 Infizierte in dieser Altersgruppe bekannt. Am Donnerstag waren es noch 123. Darauf folgen die Zehn- bis Neunzehnjährigen mit 102 Infizierten und die 30- bis 39-Jährigen mit 99 positiv Getesteten.
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Die Fälle in Stadt und Landkreis
Der Großteil der Infizierten lebt im Hildesheimer Stadtgebiet – insgesamt 352 Betroffene. Auch diese Zahl hat sich deutlich erhöht. Stand Freitag sind 64 Fälle im Postleitzahlengebiet 31134 bekannt (+12 im Vergleich zum Vortag), ebenfalls 64 in 31135 (+1), 68 in 31137 (+12), 72 in 31139 (+4) und 84 in 31141 (+6).
In den Städten und Gemeinden im Hildesheimer Umland steigen die Zahlen ebenfalls fast überall. So gibt es nun 28 Corona-Fälle in Alfeld (+1), 7 in Algermissen (+1), 37 in Bad Salzdetfurth (+3), 17 in Diekholzen (+1), 5 in Elze (+1), 13 in Freden (+1), 32 in Giesen (+1), 27 in Harsum (+1), 9 in Holle (+2), 13 in Nordstemmen (+1), 77 in Sarstedt (+4), 15 in Sibbesse (+1) und 12 in Söhlde (+1). In Lamspringe bleibt es bei 5 bekannten Infizierten.
Die Fall-Zahlen sinken in Bockenem auf 23 (-1), in der Samtgemeinde Leinebergland auf 27 (-2) und in Schellerten auf 11 (-2).
