Immer mehr Infizierte

Kreis Peine plant Ausgangssperren bei Corona-Inzidenz über 200

Hohenhameln/Peine - Der Landkreis Peine bereitet sich derzeit auf eine Inzidenz von mehr als 200 vor. Unter anderem soll es dann auch Ausgangssperren geben.

Auch in Hohenhameln könnte es demnächst Ausgangssperren geben. Foto: Chris Gossmann (Arvchiv)

Hohenhameln/Peine - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Peine ist in den vergangenen Tagen angestiegen und liegt jetzt bei 176,6. Derzeit bereiten sich die Experten im Peiner Kreishaus bereits auf ein Überschreiten der 200er-Marke vor.

Und dann sollen weitere Maßnahmen angeordnet werden. „Die britische Mutation erfordert von uns ein konsequenteres Vorgehen beim Infektionsschutz, insbesondere ein höheres Tempo bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. In diesem Zusammenhang hielte der Kreis eine Ausgangssperre für notwendig. „Diese können wir ab einer Inzidenz von 200 rechtssicher anordnen“, so Laaß.

Schüler sollen bei Inzidenz über 200 ins Distanzlernen

Das Infektionsgeschehen finde nach Auswertungen des Gesundheitsamtes zu großen Teilen im familiären und privaten Umfeld statt, werde von dort in Firmen und Schulen getragen und umgekehrt. „Um ein Ausbruchsgeschehen in den Grundschulen zu vermeiden und in Anbetracht des derzeitigen Stopps der Impfungen mit AstraZeneca werden die Grundschulen ab einer 200er-Inzidenz in Szenario C (Distanzlernen) wechseln“, sagt Laß: „Regelungen für Kindertagesstätten wird der Krisenstab mit den Bürgermeistern von Stadt und Gemeinden abstimmen.“

Den Vorstoß der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, nächtliche Ausgangssperren mit durch umfangreiche Schnelltestungen flankierten Lockerungen in der Wirtschaft zu kombinieren, unterstütze der Kreis Peine ausdrücklich. „Wir erwarten, dass sich Bund und Land mit diesem Vorschlag intensiv auseinandersetzen, da wir den Vorschlag für sinnvoll halten. Dafür benötigen wir allerdings entsprechende Testkapazitäten. Das wird nur gelingen, wenn diejenigen, die sich auf Bundes- und Landesebene mit Rahmenverträgen zu Schnelltestungen bereit erklärt haben, nun auch schnellstmöglich mit der Umsetzung beginnen“, so der Kreissprecher.

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