Wann genau spitzt sich Lage zu?

Hochwasser: Krisenstab wird wieder eingesetzt, Kreisbrandmeister über Zeitpunkt der erwarteten Spitzenpegel im Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Vor dem Landkreis Hildesheim liegen unruhige Tage. Kreisbrandmeister Mathias Mörke spricht von neuen Spitzenpegeln der aktuellen Hochwassersituation und schätzt ein, wann sich die Lage zuspitzt.

Die Region Hildesheim ist vorbereitet: Am zweiten Feiertag wird die Situation an Leine und Innerste vermutlich erheblich verschärfen. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Vor dem Landkreis Hildesheim liegen unruhige Tage. Weil die Prognosen für die Region neue Spitzen-Pegelstände von lnnerste und Leine ankündigen, fährt der Landkreis seinen zentralen Krisenstab wieder hoch. „Auch, um für ein Stück mehr Sicherheit in der Nacht zu sorgen“, erklärt Kreisbrandmeister Mathias Mörke. Um 21 Uhr tritt der Stab wieder zusammen.

Es kommt deutlich mehr Wasser

Fakt ist: Innerstetalsperre und Rückhaltebecken Salzderhelden geben schon jetzt mehr Wasser ab. Im Harz wird aber auch in den nächsten Stunden mit viel Regen gerechnet. „Das wird dann quasi 1:1 abgegeben“, befürchtet Mörke. Und das heißt: Es kommt viel Nass aus dem Harz. Für die Innerste wird bei Heinde am Dienstagnachmittag mit etwa 6,50 Meter hohem Wasserstand gerechnet, die Leine, in die die Innerste bei Ruthe fließt, wird diese Welle voraussichtlich am 27. Dezember morgens um 5 Uhr erreichen. „Darauf bereiten wir uns vor“, kündigt Mörke an. Dienstagfrüh werde Landrat Bernd Lynack entsprechende Entscheidungen treffen.

Gut sei, dass die meisten Wehren am 1. Feiertag ein bisschen Pause hatten. „Außer Alfeld, die auch heute schwer zu tun haben“, sagt der Kreisbrandmeister, der sich die Situation vor Ort angesehen hat. Dort seien am Montag unter anderem auch eine Sandsackfüllmaschine sowie ein Unimog des Landkreises im Einsatz gewesen. Alle anderen Wehren hätten die Lage vor ihren Haustüren fest im Blick gehabt, waren in Bereitschaft, hatten aber keine akuten Hochwassereinsätze.

Hilfe von außerhalb

Das wird sich wohl ab Dienstag ändern. Ein Nachbarlandkreis habe bereits seine Unterstützung angeboten. Zudem könne auch beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz weiteres Material und Personal angefordert werden. „Das ist uns ausdrücklich angeboten worden“, so Mörke.

Die Situation im Landkreis entspanne sich vorerst nicht. „Ganz im Gegenteil“, sagt der Bodenburger. Er sieht den kommenden Tagen dennoch optimistisch entgegen. Zum einem seien alle gut vorbereitet, zum anderen habe der Landrat bereits eine klare Ansage gemacht, „das alles unternommen werde, was in seiner Macht stehe, um auf Nummer sicher zu gehen“, so Mörke. Was das alles sein kann, werde sich Dienstagfrüh entscheiden.

Die HAZ informiert auch am Montag wieder per Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

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