Corona-Krise

Kultusminister empfiehlt Maske im Unterricht in Corona-Hotspots

Hannover - Schüler ab der fünften Klasse sollen künftig auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn ihre Schule in einem Corona-Hotspot liegt.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) trägt vor Beginn der Pressekonferenz zum Schulstart nach den Herbstferien in Niedersachsen einen Mund-Nasen-Schutz. Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover - Schüler ab der fünften Klasse sollen auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn ihre Schule in einem Corona-Hotspot liegt. Diese Empfehlung gelte ab Montag und werde im Zwei-Wochen-Rhythmus überprüft, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag in Hannover. Zwar schränke die Maske die pädagogischen Möglichkeiten ein, aber sie sei ein Mittel, um sich und andere zu schützen und den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.

Die Empfehlung richtet sich an Schülerinnen und Schüler in kreisfreien Städten und Landkreisen ab 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Es handele sich um eine Empfehlung und keine Verpflichtung, betonte der Minister. Auf einen flächendeckenden Eingriff per Verordnung werde zunächst verzichtet.

Auch Schulschließungen möglich

Die örtlichen Gesundheitsämter können entsprechend ihrer Einschätzung der Infektionslage in ihrer Kommune darüber hinausgehende Einschränkungen verfügen, wie Tonne erläuterte. Dies wären der Wechselbetrieb, bei dem die Hälfte der Klassen wochen- oder tageweise zu Hause unterrichtet wird, oder auch Schulschließungen.

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