Retten unter neuem Namen

Landkreis Hildesheim: Rettungsdienst Promedica heißt nun Falck

Sarstedt/Schellerten - Bislang Promedica, nun Falck: Fahrzeuge und Uniformen der Rettungsdienste in Sarstedt und Schellerten tragen ein neues Logo. Das ist der Grund.

Die neuen Schriftzüge stehen seit Mitte dieser Woche auf den Fahrzeugen der Rettungswache in der Weichsstraße. Foto: Viktoria Hübner

Sarstedt/Schellerten - Erst Deutsches Rotes Kreuz, dann Promedica, nun Falck. Die Rettungswachen in Sarstedt und Schellerten firmieren bereits seit Februar unter einem neuen Namen, sichtbar nach außen allerdings erst seit dieser Woche. Wer einen erneuten Betreiberwechsel fürchtet, kann jedoch beruhigt sein. Die Namensänderung spiegelt nur die Verbindung des Rettungsdienstes Promedica zum dänischen Mutterkonzern Falck wieder.

Keine Änderung für Mitarbeiter

Zwar gehört das private Unternehmen bereits schon seit 2013 zu den Skandinaviern, doch die Vereinheitlichung der Marke Falck wird erst seit drei Jahren nach und nach umgesetzt. Die wichtigste Nachricht dabei: „An unseren bestehenden Leistungen und Verträgen mit Auftraggebern sowie Mitarbeitern ändert sich dadurch nichts“, sagt Falck-Pressesprecher Steffen Windelberg auf HAZ-Nachfrage.

Zur Erinnerung: Die Promedica Rettungsdienst GmbH hat im Landkreis Hildesheim seit Januar 2018 die Notfallrettung und Krankentransporte an den Lehrrettungswachen in Sarstedt und Schellerten übernommen. Bis zu diesem Zeitpunkt starteten von den beiden Standorten aus Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes. Der Landkreis hatte den Rettungsdienst jedoch neu ausgeschrieben und für Sarstedt und Schellerten bekam Promedica den Zuschlag. In Sarstedt führte das seinerzeit zu Bedauern, auch weil dadurch das bewährte Zusammenspiel von Ehren- und Hauptamtlichen im erweiterten Rettungsdienst aufgegeben werden musste. Das DRK Region Hannover als Betreiber der beiden Wachen rief sogar die Vergabekammer an, die die Eingabe aber zurückwies.

40 Retter in Sarstedt, 33 in Schellerten

Aktuell sind es 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie drei Rettungswagen am Standort in der Sarstedter Weichsstraße, in der Rathausstraße in Schellerten sind es 33 Kollegen und zwei Fahrzeuge. „Pro Monat leisten sie im Landkreis Hildesheim durchschnittlich 350 Rettungseinsätze“, berichtet Windelberg. Bundesweit hat Falck Deutschland mit Hauptsitz in Hamburg – nach eigenen Angaben „der größte, private Rettungsdienstleister“ in der Republik – rund 2000 Mitarbeiter und 450 Einsatzfahrzeuge an über 60 Wachen in sechs Bundesländern. Der Hauptsitz des Mutterkonzerns Falck A/S, einer Aktiengesellschaft, ist im dänischen Kopenhagen.

In der Sarstedter Rettungswache vollzieht sich der äußere Wandel seit zwei Tagen. So haben Mitarbeiter am Mittwoch und Donnerstag die Folien auf den Rettungswagen ausgetauscht. Statt des Schriftzuges „Promedica“ nebst des Asklepiosstabs als Symbol steht künftig auf den Fahrzeugen und an anderen Stellen das Logo „Falck“ plus der Silhouette eines Falken. Auch auf die Uniform der Retter kommt demnächst das neue Symbol. Für die Patienten ändert das aber nichts.

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